3 Rollentrainer im Überblick

3 Rollentrainer im Überblick

Und was du außerdem für dein Indoor-Radtraining brauchst

Von Andreas Raelert
veröffentlicht: 19.04.2018

Bei der Auswahl des richtigen Rollentrainers kannst du eigentlich nicht viel falsch machen, denn es gibt nur drei verschiedene Rollenarten – eine davon ist allerdings nur für wirklich erfahrene Amateur-Radsportler und Profis zu empfehlen.

Die feste Rolle: Der Klassiker unter den Rollentrainern

Die feste Rolle ist gut geeignet, wenn du mit dem Indoor-Training anfängst. Du spannst dein Rennrad mit dem Hinterrad in die feste Rolle ein, sodass es stabil und leicht erhöht steht. Du kannst dich während des Rollentrainings ganz aufs Treten fokussieren, weil dein Rennrad über die Hinterachse fest fixiert ist. Die Rolle übernimmt sozusagen die Stabilität und das Gleichgewicht des Rennrads beim Fahren für dich. Für unterschiedliche Trainingsintensitäten kannst du den Widerstand variieren, der auf das Hinterrad wirkt.

Der Wheel-off-Trainer: Fahren ohne Hinterrad

Für das Fahren auf einem Wheel-off-Trainer baust du das Hinterrad aus und fixierst dein Rennrad mit dem Hinterbau auf der Rolle. Hinterrad demontieren? Klingt erstmal aufwendig, aber der Wheel-off-Trainer bietet zwei entscheidende Vorteile gegenüber der normalen festen Rolle: Du hast weniger Reifenverschleiß und das Gerät ist deutlich leiser, sodass du auch spät abends trainieren kannst, ohne jemanden zu stören. Allerdings ist dieses Gerät um einiges teurer als der klassische Rollentrainer.

Die Freirolle für sehr erfahrene Radsportler

Hier ist viel Koordination und Technik gefragt. Die Freirolle gibt dir ein realistisches Fahrgefühl – du musst dein Rennrad nirgends einspannen, sondern fährst „frei“ auf einer beweglichen Rolle. Sie hat drei Walzen, die durch einen Treibriemen miteinander verbunden sind. Das Hinterrad liegt auf zwei Walzen auf, die das Rennrad stabilisieren, das Vorderrad wird von der vorderen Walze gestützt. Um stabil auf der Freirolle zu trainieren, musst du immer eine Mindestgeschwindigkeit fahren, ansonsten kann es passieren, dass du mit deinem Rennrad umkippst oder wegrutscht – also lieber Finger weg, wenn du Radsport-Einsteiger bist.

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Zusätzliches Equipment für dein Rollentraining: 4 Dinge, die du brauchst

1) Ein Unterstellblock für das Vorderrad – damit das Rennrad nicht nach unten geneigt ist und du in einer normalen Sitzposition trainieren kannst – häufig ist das beim Kauf bereits dabei.

2) Ein Schweißfänger – denn der Schweiß läuft beim Indoortraining stärker als draußen bei Fahrtwind. Den Schweißfänger spannst du zwischen Sattelstütze und Lenker ein und schützt so deine Radkomponenten vor Korrosion durch Schweiß. Du kannst aber auch ein Handtuch über Rahmen und Lenker legen, das schützt genauso gut.

3) Eine Trainingsmatte – sie dämpft die Geräusche der Rolle und schützt deinen Fußboden.

4) Ein Trainingsreifen – er ist kein Muss, lohnt sich aber, wenn du sehr viel Indoortraining machst und Verschleiß an deinem eigentlichen Reifen verhindern willst.

Indoor-Radtraining auf der Rolle ist der perfekte Weg, um dich auch bei schlechtem Wetter, vor allem in den Wintermonaten, fit zu halten. Lass dich am besten von einem Fachhändler beraten und probiere die verschiedenen Geräte vor Ort aus, bevor du dir einen Rollentrainer zulegst. Viel Spaß beim Rollen auf der Stelle!

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