E-Bikes – mit Elektro-Speed durch die City, durch die Berge, über Trails
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E-Bikes – mit Elektro-Speed durch die City, durch die Berge, über Trails

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 30.08.2019

2018 wurden rund 1 Million E-Bikes verkauft* – das ist kein Trend mehr, sondern eine Bewegung. Es gibt sie in den verschiedensten Formen und Farben, du kannst ein E-Bike als schnelles Fortbewegungsmittel zur Arbeit, für Einkäufe oder als Sportgerät nutzen, auf der Straße, auf unbefestigten Waldwegen und in den Bergen. Wir haben gute Gründe für ein E-Bike für dich, stellen dir verschiedene E-Bike-Typen vor und geben dir ein paar Tipps für deinen E-Bike-Kauf mit an die Hand.

4 gute Gründe für ein E-Bike

Grund 1: Das Auto bleibt in der Stadt stehen – E-Bikes sind umweltschonender, weil sie keine Schadstoffe ausstoßen!

Mit einem Elektrofahrrad kannst du ohne Probleme kurze und lange Strecken meistern und schnell und ohne Schwitzen dort sein, wo du hin möchtest. Zur Arbeit, zum Sport ins Fitnessstudio, in den Park zum Joggen, zum See, zu einer Café-Verabredung – für Strecken in und um deine Stadt herum kann das Auto in Zukunft zu Hause bleiben. Gut für die Umwelt und für dich!

Grund 2: Unterschiedliche Fitnesslevel? Mit einem E-Bike kein Problem mehr.

Radtouren mit Freunden machen am meisten Spaß, wenn alle dasselbe Tempo halten können und jeder dabei auf seine Kosten kommt. Mit einem E-Bike ist es nicht wichtig, ob du trainiert bist oder nicht – wenn dir dein Freund normalerweise auf seinem Rennrad davonradeln würde, kannst du durch ein E-Bike jetzt locker mit ihm mithalten. Normale Elektroräder schaffen eine Geschwindigkeit zwischen 25 und 35 km/h, mit einem Speed Pedelec bist du sogar noch schneller. Ein E-Bike ist also auch praktisch für die Schnellen unter euch: Niemand muss auf den anderen warten!

Grund 3: Mit einem E-Bike kannst du länger und weiter.

Du kannst dich auf dem E-Bike körperlich genauso verausgaben wie auf einem normalen Fahrrad, wenn du das willst. Du kommst durch die höhere Geschwindigkeit aber noch viel weiter und kannst Orte in deiner Umgebung erkunden, die dir sonst verborgen bleiben.

Das gilt für zu Hause genauso wie für den Urlaub: Mit einem E-Bike kannst du deine Urlaubsregion entspannt erkunden, ohne einen Mietwagen leihen zu müssen – so erlebst du die Natur um dich herum hautnah, statt nur durch die Auto- oder Busscheibe.

Grund 4: E-Bikes sind perfekt, wenn du mit einem sportlicheren Lebensstil beginnen willst.

Weil dich der Motor eines Elektrofahrrads unterstützt, musst du dich nicht direkt verausgaben, wenn du das nicht möchtest. Gerade, wenn du dich länger nicht bewegt hast – sei es, weil du verletzt oder krank warst oder weil du gerade erst die Entscheidung getroffen hast, mehr Sport zu treiben –, ist das E-Bike der perfekte (Wieder-)Einstieg. Damit räumen wir auch direkt noch mal mit einem Vorurteil auf: E-Bikes sind sehr wohl sportlich! Die klassischen Pedelecs bewegen sich nur fort, wenn du in die Pedale trittst – je doller, desto schneller und sportlicher!

Unterschiedliche E-Bikes für unterschiedliche Zwecke

Klassisches City-E-Bike, E-MTB, E-Trekkingrad – für jeden Anspruch (und jedes Alter) gibt es mittlerweile motorisierte Fahrräder. Selbst das E-Rennrad nimmt gerade Fahrt auf: Obwohl es beim Rennradsport unter Ambitionierten vor allem um Leichtbau und Aerodynamik geht, können die E-Rennräder sehr gut mit klassischen Rennrädern mithalten, weil sie ebenfalls aus Carbon sind.

Die verschiedenen E-Bike-Typen im Überblick: Welches ist das richtige für dich?

Pedelec und S-Pedelec: die Grundlagen

Das Pedelec (Pedal Electric Cycle) ist das E-Bike, das wohl am häufigsten genutzt wird. Ein Pedelec unterstützt dich mit einer Leistung von 250 Watt und fährt bis zu 25 km/h schnell. Die noch schnellere Variante sind S-Pedelecs (das S steht für Speed), die bis zu 45 km/h schaffen. Für ein S-Pedelec brauchst du ein Versicherungskennzeichen. Fast alle Elektroräder gibt es als Pedelec und S-Pedelec.

Der Unterschied zwischen Pedelecs und klassischen E-Bikes: Pedelecs fahren nur, wenn du selbst pedalierst, also trittst, daher auch der Name – du treibst also den Motor durch deine eigene Körperkraft an, sodass er dich unterstützt. Klassische E-Bikes kannst du auch fahren, ohne zu pedalieren, indem du den „Gasgriff“ am Lenker betätigst – ähnlich wie das Gaspedal beim Auto. Bei diesen klassischen Elektrorädern liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 20 km/h.

Für Pragmatiker: City- und Kompakt-E-Bikes

Für Pragmatiker: City- und Kompakt-E-Bikes
©CUBE

Die sehr komfortablen City-E-Bikes eignen sich wunderbar für alle möglichen Fahrten in der Stadt und in der Umgebung. Sie sind dem ganz klassischen Stadtfahrrad am nächsten, weil sie sich eigentlich nur in der Motorisierung von ihnen unterscheiden. Du kannst zwischen verschiedenen Formen wie Tiefeinsteiger oder Diamantrahmen wählen. Ein City-E-Bike mit Tiefeinsteiger-Rahmen ist etwas komfortabler in Bezug auf die Sitzhaltung – die ergonomisch geformten Lenker sichern dir eine aufrechte Sitzposition. Ein City-E-Bike mit Diamantrahmen fährt sich in den meisten Fällen etwas sportlicher.

komfortablen City-E-Bikes
©CUBE

Genauso bequem, stabil und unkompliziert, aber noch etwas praktischer sind die handlichen Kompakt-E-Bikes. Sie lassen sich wie normale Klappräder mit wenigen Handgriffen zusammenfalten und überallhin mitnehmen. Das ist superpraktisch, wenn du zur Arbeit pendeln musst oder wenn du Lust hast, dich im Urlaub zwischendurch aufs Rad zu schwingen. Kompakt-E-Bikes sind auch deshalb so praktisch, weil man ihre Größe auf jede Person aus der Familie einstellen kann – falls einer von euch mal spontan los muss und entspannt ankommen möchte.

Compact-Sport-Hybrid
©CUBE

„Ein komfortables E-Bike für die City lässt dich wieder mehr Zeit im Sattel verbringen – und vor allem auch genießen. Geometrie und Ausstattung sind so gewählt, dass ein absolut sicheres Fahrverhalten gegeben ist.“ CUBE

Für Trail-Abenteurer: Trekking-E-Bikes

Für Trail-Abenteurer: Trekking-E-Bikes
©CUBE

Wenn dich längere Fahrten auf unbefestigten Wegen reizen, Mountainbiken aber (noch) zu viel für dich ist, ist ein Trekking-E-Bike vielleicht genau richtig. Trekking-E-Bikes sind sehr robust – sowohl was die Konstruktion von Rahmen und Felgen angeht als auch in Bezug auf die Akkuleistung. Du kannst an ein Trekking-E-Bike ohne Probleme Gepäcktaschen hängen für eine ausgedehnte Tagestour oder einen Urlaub mit dem Fahrrad. Für viel Gepäck braucht es auch sehr gute Bremsen und eine gute Federung. Eine gefederte Gabel und eine Federsattelstütze sind gerade bei wirklich langen Touren ein Muss.

Trekking-E-Bike
©CUBE

„Kurze Tagesausflüge oder mehrtägige Radreisen – mach’ mehr aus deinem Abenteuergeist mit einem Trekking-E-Bike. Mit einem Allrounder wie diesem entdeckst du ganz neue Wege!“ CUBE

Für Bergverliebte: E-Mountainbikes

Sie galten unter Mountainbikern erst nur als Bikes für Ungeübte, sind jetzt aber selbst bei hartgesottenen MTB-Fans angekommen. E-Mountainbikes bieten dir durch den Antrieb noch mal ganz neue Möglichkeiten: Statt nur downhill unterwegs zu sein, kannst du jetzt auch uphill richtig Gas geben und anspruchsvolle Trails bezwingen, ohne dich komplett zu verausgaben. Bei den meisten E-Mountainbikes ist der Motor unten mittig verbaut, sodass der Schwerpunkt perfekt ist, um auch in sehr engen Passagen gut manövrieren zu können. Da Outdoor-Sport im Allgemeinen und Aktivurlaub im Speziellen immer beliebter werden, sind Elektro-Mountainbikes der perfekte Einstieg für Neulinge, die sich ans Mountainbiking heranwagen möchten.

Für Bergverliebte: E-Mountainbikes
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Du kannst dich bei der Auswahl deines E-MTBs zwischen Fully und Hardtail entscheiden: Hardtail bedeutet, dass das Rad einen ungefederten oder ungedämpften Hinterbau hat. Dadurch entsteht eine optimale Übertragung der Kraft durch deine Trittleistung auf den Untergrund, auf dem du fährst. Für besonders unebene und steinige Wege ist Hardtail daher nicht geeignet, für Waldwege jedoch perfekt. Das „Fully“ (Fullsuspension E-Mountainbike) ist komplett gefedert und die beste Wahl, wenn du Mountainbiker aus Leidenschaft bist und vor keinem Untergrund zurückschreckst.

E-Mountainbikes
©CUBE

„Bei einem E-Mountainbike ist es wichtig, dass du weißt, welchen Weg du einschlagen wirst: Von gemütlichen Ausfahrten bis hin zu anspruchsvollen Enduro-Strecken ist alles möglich. Informiere dich vor dem Kauf genau über den Einsatzzweck der unterschiedlichen Modelle.“ CUBE

Für die richtig Schnellen: Das E-Rennrad

Auch E-Rennräder brauchten eine Zeit, um sich unter Radsport-Fans zu etablieren, sind aber heute aus dieser Szene nicht mehr wegzudenken. Das Coole: Du kannst irre schnell aus dem Stand beschleunigen und Anschub generieren, wenn du ihn gerade brauchst. Eine besondere Form der E-Rennräder sind Gravel-E-Bikes, mit denen du sowohl auf Asphalt als auch auf Schotterwegen sicher und schnell deine Fahrt genießen kannst. Rahmen und Bremsanlagen sind bei E-Rennrädern auf die höheren Krafteinwirkungen optimiert – gleichzeitig sind sie ähnlich filigran und haben im Vergleich zu anderen E-Bike-Arten trotz ihres Motors ein sehr geringes Gewicht.

Für die richtig Schnellen: Das E-Rennrad
©CUBE

„Das Coole an einem E-Rennrad ist, dass es Generationen zusammenbringt, unterschiedliche Niveaus ausgleicht und nur dann unterstützt, wenn man es braucht – an steilen Bergen und bei Gegenwind. Ansonsten fährt man sowieso die meiste Zeit über 25 km/h.“ CUBE

Worauf du beim E-Bike-Kauf achten solltest

Zuallererst: Du musst dir nicht sofort ein E-Bike kaufen, wenn du dir auch nach diesem Artikel noch unsicher bist, was am besten zu dir passt – E-Bikes sind schließlich kostspielig, der Preis liegt durchschnittlich bei 1500 € aufwärts. Einerseits haben viele Fahrradverleiher bereits E-Bikes in ihrem Angebot, sodass du dich einfach mal bei einer kleinen Wochenendtour daran versuchen kannst. Andererseits bietet dir auch jeder gute Fachhandel die Möglichkeit, verschiedene E-Bikes vor Ort zu testen.

Ein paar Tipps für deine Auswahl haben wir trotzdem parat:

  • Kauf nicht online, bevor du verschiedene E-Bikes ausprobiert hast.
  • Achte auf eine gute Beratung im Fachhandel.
  • Achte auf das Gewicht und Fahrgefühl auf dem E-Bike: Du musst das Elektrofahrrad gut unter Kontrolle haben.
  • Achte auf die Akkuleistung des Motors: Gute Akkus halten 90 Kilometer am Stück. Sollte dein Akku auf deiner Tour mal aufgeben, kannst du trotzdem weiterfahren – dann eben nur mit reiner Muskelkraft und Ausdauer, statt mit Antrieb :)
  • Achte auf gute Angebote von renommierten Herstellern: Der Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal“ kann auch bei E-Bikes häufiger zutreffen.

Der Antrieb deines E-Bikes führt dazu, dass du mit höherer Durchschnittsgeschwindigkeit Fahrrad fährst. Andererseits ergibt sich durch die Komponenten am Bike auch ein höheres Gesamtgewicht. E-Bikes werden häufiger für lange Ausfahrten genutzt, dabei steht der Fahrspaß noch stärker im Vordergrund als bei normalen Fahrrädern. Umso wichtiger ist es, dass du beim Kauf auf eine solide Ausstattung deines E-Bikes achtest – sonst geht auf Dauer das gute Fahrgefühl verloren.

Wir wünschen dir viel (und schnellen) Spaß mit deinem E-Bike!

*E-Bike Portal

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