Frühjahrsmüdigkeit? So wirst du den Downer los

Frühjahrsmüdigkeit? So wirst du den Downer los

Mit diesen Tipps kannst du voller Energie den ersten Sonnenstrahlen entgegenfiebern

Frühjahr: Das sind längere Tage, die ersten warmen Sonnenstrahlen, Krokusse, ein Gefühl von Erneuerung – und die nicht enden wollende Müdigkeit. Was - Müdigkeit? Wenn du jetzt zum Frühlingsstart eigentlich die ganze Zeit nur schlafen willst, hat dich wahrscheinlich die Frühjahrsmüdigkeit erwischt. Muss dieses Jahr aber nicht sein: Mit ein paar Tipps wirst du sie los!

Was ist eigentlich Frühjahrsmüdigkeit?

Während sich der Frühling im März und April schon langsam ankündigt, läuft der Körper noch im Wintermodus und muss sich erst mal umstellen. Genau das ist die Zeit der Frühjahrsmüdigkeit. Weil sich die Hormone, der Stoffwechsel und der Blutdruck noch anpassen müssen, kann dein Körper ins Ungleichgewicht geraten. Das Melatonin, das im Winter verstärkt ausgeschüttet wird, macht uns weiterhin träge. Der Blutdruck ist im Winter höher, da sich die Kapillaren verengen, um Wärme zu sparen, und es somit mehr Druck braucht, das Blut zu pumpen. Außerdem bildet der Körper weniger Serotonin.

Info

Melatonin ist ein Schlafhormon, das uns müde macht. Das sogenannte Glückshormon Serotonin dagegen macht uns zufrieden und aktiv.

50 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland spüren den Wechsel der Jahreszeiten körperlich.

Deshalb fühlst du dich trotz Sonnenschein müde und erschöpft. Manchmal geht die Frühjahrsmüdigkeit auch mit Kopfschmerzen, verminderter Leistungsfähigkeit und Kreislaufproblemen einher.

Wer hat am meisten mit Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen?

Anfällig für Frühjahrsmüdigkeit sind vor allem Menschen mit niedrigem Blutdruck und ältere Menschen. Es zeigt sich außerdem, dass Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Auch Menschen, die sehr wetterfühlig sind und zum Beispiel bei Wetterumschwüngen mit Kopfschmerzen oder Schwindel zu kämpfen haben, leiden besonders stark unter den Symptomen im Frühling.

Es braucht circa zwei bis vier Wochen, bis dein Körper sich eingestellt und an die neue Jahreszeit gewöhnt hat. Ein ähnliches Phänomen gibt es übrigens auch bei der Umstellung von Sommer zu Herbst: den Herbstblues.

Raus gehen, Sonne tanken!

Das, was wirklich und effektiv bei Frühjahrsmüdigkeit hilft, ist Rausgehen! Das Tageslicht holt deinen Körper aus dem Winterschlaf und hilft ihm, sich umzustellen. Dabei spielt es keine Rolle, wie das Wetter ist: Hauptsache, es ist hell! Gehe so viel es dir möglich ist nach draußen, so bekämpfst du die Symptome am effektivsten. Denn durch das Tageslicht bildet der Körper wieder mehr Serotonin, du bist aktiver und zufriedener. Gleichzeitig sinkt der Melatoninspiegel – auf Wiedersehen Müdigkeit! Dein Körper gewöhnt sich an den neuen Rhythmus des Frühlings und stabilisiert sich so langsam. Wenn dann noch die Sonne scheint, versorgst du dich obendrein mit einer Extraportion Vitamin D!

Bring deinen Körper mit Sport in Schwung

Noch ein wenig effektiver ist es, wenn du nicht einfach nur rausgehst, sondern draußen auch Sport treibst. Das kurbelt den Stoffwechsel an und dein Blutdruck pendelt sich ein. Außerdem schüttet dein Körper beim Sport noch mal mehr Serotonin aus. Es mag bei Müdigkeit erst mal kontraintuitiv wirken, aber mach’s trotzdem: Spring runter vom Sofa und rein in die Sportschuhe für eine Jogging-Runde an der frischen Luft! Nichts hilft nachhaltiger gegen die bleierne Schwere.

Was du sonst noch gegen Frühjahrsmüdigkeit tun kannst

Auch wenn Tageslicht und Bewegung an der frischen Luft die besten Mittel sind, um die Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen, es gibt noch ein paar Tricks, um Symptome zu lindern oder ihnen vorzubeugen:

1. Wechselduschen und Sauna:
Sie bringen den Kreislauf in Schwung. Die Blutgefäße werden erweitert und damit sinkt der Blutdruck etwas.

2. Frisches Obst und Gemüse:
Damit regst du den Stoffwechsel an, versorgst deinen Körper mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen – und hältst ihn so gesund.

3. Ausreichend trinken:
Das hilft der Verdauung, bringt den Stoffwechsel in Schwung und den Körper ins Gleichgewicht.

4. Ausreichend schlafen:
Müdigkeit kann auch simple Gründe haben - etwa zu wenig erholsamen Schlaf. Achte darauf, dass du genug gesunden Schlaf bekommst.

Was du eher vermeiden solltest: den heißgeliebten Mittagsschlaf. So wohltuend dieser manchmal sein kann, in Zeiten einer Frühjahrsmüdigkeit ist er nicht hilfreich. Denn: Er verstärkt die Symptome und bringt den Körper noch mehr aus dem Rhythmus. Wenn du aber sowieso regelmäßig einen Power-Nap tagsüber machst, dann ist dein Körper schon daran gewöhnt.

Du bist immer noch müde?

Wenn deine Müdigkeit länger anhält und über die Frühlingszeit hinausgeht, solltest du dich einmal vom Arzt durchchecken lassen. Extreme Abgeschlagenheit, Schwindel und Kopfschmerzen könnten auch Hinweise auf andere Krankheiten sein.

Auch wenn die Frühjahrsmüdigkeit belastend sein kann, ist sie zeitlich sehr begrenzt und nicht weiter schlimm für deinen Körper. Behalte das im Hinterkopf und bleib entspannt. Mit diesen Tipps und viel Zeit draußen solltest du dem Frühling mit Vorfreude entgegenfiebern können!

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 10.03.2020

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