Herbstblues? Kannst du dieses Jahr vergessen!

Herbstblues? Kannst du dieses Jahr vergessen!

Mit diesen 4 Tipps hat das Herbstblues-Feeling keine Chance

Am liebsten im Bett bleiben, nichts tun, im Frühling wieder aufwachen – so fühlen sich viele spätestens dann, wenn die Blätter von den Bäumen fallen und die Tage kürzer werden. Das Phänomen, dass viele Menschen im Herbst schlapper, antriebsloser und auch melancholischer sind, nennen wir „Herbstblues“. Der Herbstblues kommt aber nicht unausweichlich – es liegt an dir, was du aus der vermeintlich grauen Jahreszeit machst.

Vorab: Woher kommt der Herbstblues?

Für die Entstehung des Herbstblues kommen mehrere Faktoren zusammen. Treten sie in Kombination auf, drücken sie unsere Stimmung und Leistungsfähigkeit. Der wichtigste Faktor: Der Herbst bietet weniger Tageslicht. Das Tageslicht hilft unserem Körper aber, den Melatonin-Haushalt tagsüber niedrig zu halten. Melatonin ist unser Schlaf-Hormon, eine starke Ausschüttung oder ein chronisch hoher Melatonin-Spiegel macht uns müde und passiv. Im Sommer sorgt die Sonne dafür, dass unser Melatonin-Spiegel tagsüber niedrig ist und unser Gehirn abends weiß, wann wir am besten schlafen: wenn es dunkel ist. Wir fahren im Sommer bei Tageslicht zur Arbeit, kommen bei Tageslicht wieder nach Hause und sind im Wach-Schlaf-Rhythmus, wie ihn die Sonne vorgibt. Da unser Leben sich aber nicht mehr vorwiegend nach der Sonne, sondern nach Arbeitszeiten richtet, funktioniert das im Herbst und Winter schlechter. Wir stehen auf, wenn es noch dunkel ist. Viele fahren auch im Dunkeln zur Arbeit.

Unser Gehirn mag regelmäßige Aktivität im Dunkeln aber nicht. Auch weil Dunkelheit lange Zeit mit Gefahr verbunden war.

Die Sonne hilft uns auch, einen Gegenspieler des Melatonins zu aktivieren: Serotonin, unser Gute-Laune-Hormon. Das nun wird im Herbst knapper – wenn wir keine Gegenmaßnahmen ergreifen. So sind wir im Herbst weniger gut gelaunt und oft müde. Müdigkeit wiederum strengt uns an und macht reizbar – ein Teufelskreis, den du mit ein wenig Eigeninitiative durchbrechen kannst.

1. Nimm den Herbst(blues) aus einer anderen Perspektive wahr

Das klingt jetzt vielleicht ein wenig seltsam, aber eigentlich hat der Herbstblues nur wenig mit dem Herbst selbst zu tun. Zumindest ist „Herbst“ viel mehr als Dunkelheit und Schmuddelwetter:

Die schönen Farben der Blätter, der Geruch von nassem Holz im Park, Kürbisse, Nüsse und Maronen, eine Tasse Tee.

Erfreu dich an deinem kuscheligen Schal, den du endlich wieder nutzen kannst, oder dem weichen Pulli, der so lange im Schrank lag. Manchmal kannst du den Herbstblues auch bekämpfen, wenn du die Perspektive wechselst und die schönen Dinge der Jahreszeit für dich entdeckst – positives Denken ist einfacher, als du vielleicht meinst.

2. Tanke Frischluft und Sonnenstrahlen gegen das Herbstblues-Feeling

Es ist kälter und windiger, trotzdem ist es eine gute Idee, Frischluft zu tanken. Für Geist und Seele ist es wichtig, mindestens 15 Minuten pro Tag an der frischen Luft zu verbringen. Denn auch wenn die Sonne nicht mehr direkt zu sehen ist: Das Tageslicht ist das indirekte Licht der Sonne, Wolken hin oder her.

Du kannst also deine Mittagspause nutzen, um ein paar Sonnenstrahlen zu tanken.

Wenn es nicht gerade regnet, kannst du mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren – zumindest auf dem Rückweg könnte es noch hell sein. Wenn das gar nicht geht, überleg dir Outdoor-Aktivitäten fürs Wochenende. Teste auch aus, wann deine beste Zeit zum Trainieren ist – morgens oder doch lieber abends? Sich in der Früh zum Sport zu motivieren, ist anfangs gar nicht so leicht – erst recht nicht, wenn man anfällig ist für Herbstblues! Doch sobald dein Morning-Run zur Routine wird, kannst du schon morgens den Sport abhaken und ihn viel mehr als gut genutzte Zeit wahrnehmen, die Spaß macht. Die morgendliche Stille in der Natur kann viele positive Effekte auf dich haben: innere Ruhe, bewusstes Wahrnehmen, Achtsamkeit. Es regnet oder ist windig? Dafür gibt es geeignete Kleidung. Vielleicht hast du sogar Spaß daran, dir mal ein neues Herbst-Outfit zuzulegen? Du merkst, worauf das hinausläuft: Trotze dem Wetter und genieße die frische Herbstluft. Nimm so viel von der verbleibenden Sonne mit, wie du kannst. Das macht nicht nur glücklich, sondern auch wach. Also: Lieblingsmantel anziehen und rausgehen, ein wenig Regen ist keine Ausrede!

Nicht umsonst gibt es so viele Gedichte über den Herbst: Er ist ein wahres Farbenspektakel.
Nicht umsonst gibt es so viele Gedichte über den Herbst: Er ist ein wahres Farbenspektakel.

3. Anti-Herbstblues: Starte warm in den Tag

Wenn es morgens kälter ist, startest du mit einem warmen Frühstück aufgewärmt in den Tag. Damit kommst du besser in Fahrt als mit einem kalten Müsli oder Joghurt, der dir nur vor das innere Auge führt, was dich draußen erwartet. Ein warmer Porridge ist schnell gemacht und gesund: Haferflocken, Wasser, Milch, ein wenig Hitze.

Neben Kohlenhydraten und Eiweiß enthält Porridge besonders viele Ballaststoffe.

Das schützt dich gegen den berühmten Heißhunger im Herbst. Du kannst auch mit Gewürzen experimentieren, die deinen Stoffwechsel anregen, das Immunsystem stärken und dich von innen wärmen: Chili, Ingwer, Kardamom oder Zimt. Auch dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil hilft: Sie macht durch das enthaltene Theobromin glücklich und gibt dir wertvolle Antioxidantien. Passend zum Herbst liefert das Herbstgemüse Kürbis durch seine Kerne extrem viel Eisen: Einer von vielen Mikronährstoffen, die dafür sorgen, dass du genug Energie im Alltag hast. Achte also im Herbst auf eine ausreichende Nährstoffzufuhr!

4. Trainiere den Herbstblues weg

Im Grunde ist der Herbst eine tolle Zeit, um häufiger laufen zu gehen. Denk aber unbedingt an Reflektoren, wenn du in der Dämmerung laufen gehst – dann übersieht dich niemand. Mit der richtigen Musik zum Laufen kommst du schneller in deinen Modus. Wenn du ein paar Sachen beachtest, wirst du Outdoor-Sport im Herbst lieben. Und denk dran: Für deine Sommerfigur trainierst du vor allem im Herbst und Winter – dann kannst du es dir auch guten Gewissens an Weihnachten gut gehen lassen. Beginne also deinen Körper im Herbst an das Wetter zu gewöhnen, sodass dir danach das Joggen im Winter nicht allzu schwer fällt.

Ein Kniff ist es zum Beispiel, sich drinnen, im Warmen, aufzuwärmen und richtig zu dehnen. Investiere ruhig ein paar mehr Minuten in dein Warm-Up als im Sommer. Dann kannst du „warm“ rausgehen und direkt loslaufen – die Kälte hat keine Chance. Am Ende der Session lässt du’s langsam auslaufen. Halte dich aber nicht zu lange in deinem Sport-Outfit draußen auf.

Dein Cool-Down sollte im Herbst kürzer sein, sonst provozierst du eine Unterkühlung.

Bei niedrigen Temperaturen solltest du noch mehr darauf achten, beim Laufen richtig zu atmen. Eine tiefe Atmung durch die Nase wärmt die kalte Luft auf und dein Körper muss weniger gegen die Kälte tun. Auch für ausgedehnte Radtouren durch die Landschaft oder Wanderungen auf einem malerischen Wanderweg eignet sich der bunte Herbst.

Und wenn es draußen wirklich stürmt und gießt, kannst du zu Hause aktiv sein, zum Beispiel mit 20 Minuten Bodyweight-Training. Dazu brauchst du nur dein Körpergewicht, eine Matte und ein paar gute Übungen. Danach kannst du dich mit ein paar Yoga-Übungen im Warmen entspannen und dehnen, wenn der Regen gegen die Fensterscheiben prasselt. Beende deine Sporteinheiten mit einem isotonischen Getränk wie ERDINGER Alkoholfrei für den extra Boost an Mineralstoffen für deine Muskeln.

Wie bei so vielen Dinge, die sich um Bewegung, Fitness und unser Wohlbefinden drehen, spielen unsere Einstellung und mentale Stärke eine große Rolle. Der Herbstblues wartet jedes Jahr auf uns, der eine erlebt ihn stärker, die andere weniger. Trotzdem hast du es in der Hand, dich dem Blues zu beugen oder aktiv dagegen anzugehen. Mit einer großen Portion Self-Care und Achtsamkeit bleibst du garantiert happy im Herbst. Unsere Meinung: Der Herbst ist viel zu schön, um ihn melancholisch und zurückgezogen zu verbringen.

Auch im restlichen Jahr gilt: Bewegung macht glücklich! Warum individuelle Fitness nichts mit dick, dünn oder Leistungssport zu tun hat, erfährst du auf unserer Themenseite Fitness.

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 02.10.2018

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