Kraulschwimmen

Kraulschwimmen

Warum Kraulschwimmen die schnellste Schwimmtechnik ist und wie du sie lernst

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 27.01.2021

Endlich rascher die Bahnen schwimmen? Die richtige Schwimmtechnik ist das A und O, um deine Schwimmzeiten zu verbessern. Besonders Kraulschwimmer schwimmen schneller und insgesamt effektiver. Warum das so ist und wie auch du die Kraultechnik erlernst, erfährst du hier. Keine Angst – die Basics kannst du durchaus in einer Schwimm-Session erlernen.

Warum du beim Kraulschwimmen schneller bist als in anderen Schwimmstilen

Das Kraulschwimmen gehört zu den schnellsten Schwimmtechniken, weil du durch deine Bewegungen einen kontinuierlichen Antrieb schaffst. Deine Beine schlagen in kleinen Bewegungen im Rhythmus, während du dich mit den Armen wechselseitig nach vorn „ziehst“. Beim Brustschwimmen ist die Antriebsbewegung eher ein Rhythmus mit regelmäßigen, einzelnen Impulsen. Jeder Bewegungsablauf ist in sich abgeschlossen. Beim Kraulschwimmen ist der Antrieb nicht unterbrochen. Dein ganzer Körper arbeitet also ohne Pause wie bei einem Ganzkörper-Workout – deswegen kann das Kraulschwimmen zu Anfang sehr anstrengend sein. Doch mit etwas Übung gewöhnst du dich dran und deine Kondition wird immer besser! Um das Kraulschwimmen zu beherrschen, sind folgende vier Dinge wichtig:

Wir zeigen dir, wie du dich Schritt für Schritt an die richtige Kraultechnik herantastest.

Eine Schwimmerin beim Kraulschwimmen im Wasserbecken.
@ James Mitchell

How to: Die Basics des Kraulschwimmens lernen

Wenn du noch ganz am Anfang stehst, bisher eher der Brustschwimmer warst und gerade mit dem Kraulschwimmen beginnen willst, haben wir drei Tipps für dich, wie du direkt durchstartest. So gewöhnst du dir Anfängerfehler gar nicht erst an.

1) Kraulschwimmen: Wie du gut im Wasser liegst
Halte deinen Kopf immer unter Wasser und drehe ihn nur zum Einatmen zur Seite. Während dein Kopf unter Wasser ist, schaust du auf den Boden, sodass dein Kopf und Nacken eine gerade Linie bilden – so vermeidest du lästige Nackenschmerzen. Dies kann zunächst merkwürdig sein, nach einigen Zügen gewöhnst du dich aber daran. Ob du immer auf der gleichen Seite einatmest oder sie abwechselst, entscheidet dein eigenes Gefühl. Am typischsten sind sogenannte 3-er- oder 4-er-Züge: Du machst also drei bzw. vier Armzüge und holst erst dann Luft. Teste diese Varianten aus und schau dann, welche dir am besten gefällt. Achte außerdem auf deine Wasserlage – im Optimalfall liegst du stromlinienförmig im Wasser. Warum? Die Wasserlage ist entscheidend für den „Kampf” gegen den Widerstand des Wassers. Entscheidend hierbei ist deine Körperspannung. Sie sorgt dafür, dass du wie ein Brett im Wasser liegst und vor allem beim Atmen nicht hin- und herschlängelst. Nur so gewinnst du den Kampf gegen den Wasserwiderstand ;-).

Zum Thema:
Teil 1
Schwimmen
In guter Wasserlage kraulen

2) Kraulschwimmen: So lernst du den richtigen Armzug
Strecke für den richtigen Armzug beim Kraulen die Arme vor dem Eintauchen ins Wasser so lang wie möglich nach vorn. Deine Arme sind schulterbreit geöffnet. Abwechselnd ziehst du nun deine Arme von vorne nach hinten – die Ellenbogen lässt du dabei „stehen“ – sie wirken wie ein Hebel, Unterarm und Hand machen die meiste Arbeit. Wenn der Arm unter Wasser ist, zieht er nach hinten, nicht nach unten weg. Dein Ellenbogen ist dabei immer noch der Hebel. Auf Höhe deiner Hüfte ziehst du die ausführende Hand aus dem Wasser, um die Anfangsbewegung zu wiederholen. Während du das tust, ist der andere Arm unter Wasser und führt dieselbe Bewegung aus – er schiebt das Wasser nach hinten weg.

Tipp: Dir fällt die gleichzeitige Koordination zwischen deinen Armen, Beinen und deiner Atmung schwer? Nutze das Gadget „Pullkick”. Deinen einen Arm legst du ausgestreckt auf das Pullkick und hältst dieses mit deiner Hand fest, während du mit dem anderen Arm den Armzug tätigst. So übst du zu Anfang kontrolliert deine Armzüge. Dein Beinschlag verändert sich bei dieser Übung nicht. Wiederhole die Übung für beide deiner Arme.

Zum Thema:
Teil 2
Schwimmen
Der richtige Armzug beim Kraulen

3) Kraulschwimmen: Wie geht der richtige Beinschlag?
Beim Beinschlag bewegen sich die Waden mit gestreckten Beinen abwechselnd hoch und runter. Deine Füße sind ebenfalls gestreckt – ähnlich wie bei einer Ballerina. Die Bewegung nach unten heißt „Downkick“ und kostet dich durch den Wasserwiderstand mehr Kraft. Nach oben im „Upkick“ kannst du dein Bein entspannen, der Auftrieb trägt es hoch. Die Kraft für den Beinschlag holst du vorrangig aus deiner Hüfte. Lediglich der finale Kick kommt aus deinem Unterschenkel bzw. deinem Kniegelenk. Deine Knie dürfen hierbei nur ganz leicht geknickt sein – ansonsten bremst du dich selbst aus.

Zum Thema:
Teil 3
Schwimmen
Den Beinschlag beim Kraulen optimieren

Typischer Fehler: Die falsche Atmung beim Kraulen

Viele Schwimmer haben Angst, in der korrekten Position keine Luft zu bekommen und heben den Kopf deshalb höher als nötig aus dem Wasser. Die Kraft dafür holen sie sich dann aus dem Unterarm im Wasser. Anstatt dich nach vorne zu bringen, bremst der Unterarm dann, während du einatmest – und du wirst langsamer. Achte deshalb beim Kraulen darauf, bei der Atmung den Kopf nur leicht seitlich zu neigen und nicht deinen ganzen Oberkörper. Nutze zum Luftholen den kurzen Zeitraum, in dem dein Ellenbogen beim Armzug den höchsten Punkt bildet – es entsteht ein kleines Dreieck bzw. ein Luftloch, durch das du dann einatmest. Wenn deine Wasserlage und die Rotation des Körpers stimmen, fallen dir die kombinierten Atem- und Armzüge leichter.

Zum Thema:
Teil 4
Schwimmen
Die richtige Atmung beim Kraulen

Du willst noch mehr zum Thema Schwimmen erfahren? Florian Angert führt dich durch die Welt der Schwimmer und zeigt dir seine Tipps und Tricks.

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