Dran bleiben: Motivation im und für den Marathon

Dran bleiben: Motivation im und für den Marathon

Ein Marathon ist eine mentale Herausforderung, die ohne große Motivation schwer zu bewältigen ist

Von Eva Wutti
veröffentlicht: 26.04.2019

Mal abgesehen davon, dass du für über 42 Kilometer Dauerlauf ordentlich fit sein musst: Ein Marathon erfordert viel mentales Durchhaltevermögen, und dass nicht erst auf der Strecke. Besonders im wochenlangen Training für den Marathon brauchst du Motivation, um anzufangen und dranzubleiben.

Deine Marathon-Motivation: Warum willst du laufen? 3 Gründe, die dich noch mehr motivieren

Ein Marathonlauf ist eine Herausforderung, körperlich wie geistig. 42,195 Kilometer Strecke, drei bis fünf Stunden am Stück laufen, nur du und dein Körper. Für so eine Aufgabe brauchst du nicht nur körperliche Fitness, sondern auch das richtige Mindset und die nötige Motivation. Und das zu üben gehört ebenso zum Training wie einen Fuß vor den anderen zu setzen, immer und immer wieder.

Ein Marathon-Training fordert und fördert dich körperlich, geistig und seelisch.

Meilensteine schaffen – wörtlich und im übertragenem Sinne

Bei den ersten Marathonläufen gab es sogenannte “Meilensteine”: Steine, die an der Strecke angebracht waren und die schon gelaufenen Entfernungen (Meilen) anzeigten. Das Wort ist mittlerweile in den Sprachgebrauch übergegangen und steht für die bereits erreichten Ziele auf einem längeren Weg – wenn du einen Marathon läufst, erreichst du also nicht nur ein großes Ziel, sondern auch ganz viele kleine. Stell dir deine Meilesteine auf der Strecke vor – das motiviert ungemein!

Marathon-Motivation 1: Laufen für die Seele

Für viele Menschen kann Langstreckenlauf eine Art Meditation sein. Haruki Murakami, Schriftsteller und passionierter Marathonläufer, antwortet auf die Frage, woran er beim Laufen denkt: Seine Gedanken seien wie Wolken, unterschiedlichster Form und Größe und sie fliegen an ihm vorbei.

Das heißt nicht, dass jeder Marathonläufer das so empfindet – aber es ist trotzdem kaum von der Hand zu weisen, dass das lange Laufen am Stück, egal wie schnell oder langsam, der Seele in irgendeiner Form gut tut.

Ein Langstreckenlauf schafft Fokus, Rhythmus und Ruhe. Du atmest frische Luft ein und das natürliche Tageslicht füllt deine Vitamin-D-Speicher – das macht gute Stimmung und ist Balsam für die Seele.

Marathon-Motivation 2: Laufen für den Geist

Der Effekt auf die Stimmung und das allgemeine Wohlbefinden hat unter anderem etwas damit zu tun, dass Ausdauersport im Allgemeinen und Marathontraining im Speziellen auch dein Gehirn trainiert: Kurzfristig ist das mit einer erhöhten Sauerstoffzufuhr während des Laufens zu erklären. Regelmäßige Bewegung und vor allem Ausdauersport soll aber laut mehrerer Studien auch langfristig die Gehirnstruktur verändern: Der Teil des Gehirns, der Emotionen verarbeitet, wird hier besonders gefördert. Du trainierst bei einem Marathontraining also nicht nur deinen Körper, sondern auch deinen Kopf. Stimmungsschwankungen wie Wutausbrüche oder Gereiztheit nehmen in ihrer Intensität ab und Stress-Gefühle werden nachweislich reduziert. Du kannst dich besser konzentrieren und tiefer schlafen.

Der Marathon selbst ist eine Belastung für den Körper – aber er bleibt der Ausnahmefall. Das moderate, regelmäßige Training für den Marathon ist das, was dir körperlich, geistig und seelisch gut tut – den Marathon dann zu laufen, löst vor allem eins aus: Absolute Glücksgefühle.

Marathon-Motivation 3: Laufen für den Körper

Dass Langstreckenlauf gut für deinen Körper ist, überrascht dich sicher nicht. Das kontinuierliche und verantwortungsbewusste Training deiner Ausdauer trainiert dein Herz-Kreislauf-System, deine Muskeln, Knochen und Gelenke: Es hält deinen Blutdruck in einem normalen Bereich oder senkt ihn, macht deine Blutgefäße dehnbarer, wandelt Fett in Muskelmasse um, die wiederum deinen gesamten Körper stabilisiert und deine Gelenke entlastet. Mit einem verantwortungsbewussten Training, das auf deinen gesundheitlichen Zustand und deine Leistungsfähigkeit abgestimmt ist, tust du deinem Körper etwas sehr Gutes!

Es gibt also einige gute Gründe, mit dem Training anzufangen. Und das machst du am besten, in dem du einfach startest! Denn nichts motiviert mehr als das Laufen selbst – die frische Luft, die Musik auf den Ohren, die Anstrengung, das gute Gefühl nach dem Lauf und auch der Muskelkater am nächsten Tag. Denn Motive und Motivation sind immer etwas persönliches, also: Tu es für dich und niemanden sonst! :)

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