Nachhaltigkeit im Sport: Wie du deinem Körper und der Umwelt Gutes tust

Nachhaltigkeit im Sport: Wie du deinem Körper und der Umwelt Gutes tust

Und was Plogging damit zu hat – wir zeigen dir, wie Sport treiben und Umwelt schonen zusammenpassen

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 24.10.2019

In vielen Bereichen beschäftigen wir uns längst mit Fragen der Nachhaltigkeit. Der Griff zu den Bio-Tomaten und das Vermeiden von Plastikverpackungen gehört für viele schon zum Alltag. Und wenn dein T-Shirt aus Bio-Baumwolle ist und der Kaffee fair gehandelt, dann kann auch dein Training nachhaltig sein! Die drei drängendsten Themen zu Sport und Nachhaltigkeit beantworten wir dir hier:

Sport und Nachhaltigkeit – geht das zusammen?

Und ob! Wer zum Beispiel morgens seine Laufrunde direkt vor der Haustür startet, macht sehr nachhaltig Sport: Er braucht keine Geräte, kein Auto, keinen Strom und nur minimalistische Ausrüstung. Das wären auch gleich die drei Punkte, auf die du beim nachhaltigen Sport achten kannst:

1. Nachhaltigkeit beginnt schon vor dem Sport

Egal, welchen Sport du treibst: Man kann fast jeden Sport nachhaltiger machen. Zum Beispiel vor dem Sport und nach dem Sport: Wie du dein Training beginnst und beendest, kann einen großen Einfluss auf die Umwelt haben. Wer mit dem Auto zum Fitnessstudio fährt oder gar mit dem Flieger zum Yoga-Wochenende nach Italien, produziert deutlich mehr CO2 als jemand, der mit dem Bus zum Fitnessstudio fährt. Wenn du sogar das Rad nimmst oder Sport direkt im Park bei dir um die Ecke machst und hinlaufen kannst – umso besser! Auch ein Training zu Hause, zum Beispiel Yoga im Wohnzimmer, spart Fahrtwege ein.

2. Der Ort, an dem du trainierst, beeinflusst die verbrauchten Ressourcen

Wer täglich im beheizten Schwimmbecken schwimmt, verbraucht mehr Ressourcen als der, der seine Runde im Park vor der Tür joggt. Generell gilt: Sport draußen ist meist ressourcenschonender, weil keine Energie für Heizung und Strom ausgegeben werden muss. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen wie den beheizten Rasen beim Fußball oder die Pflege des Grüns beim Golf – die recht viel Ressourcen verbrauchen. Im Vergleich dazu sind Sportarten, die vor allem mit dem eigenen Körper arbeiten und draußen stattfinden, umweltschonender. Ein paar Vorschläge:

3. Nachhaltige Sportbekleidung muss nicht teuer sein

Jedes Jahr gibt es neue, bessere, schnellere Laufschuhe, atmungsaktivere Kleidung, vielseitigere Geräte. Aber jeder Kauf eines neuen Gadgets oder neuer Schuhe bedeutet auch, dass mehr Ressourcen verbraucht werden. Wer pflegt, was er schon hat, lebt umweltbewusster. Muss es aber etwas Neues sein, weil das Alte kaputt ist oder nicht mehr passt, solltest du auf nachhaltige Sportbekleidung setzen. Nachhaltigkeit heißt hier: ressourcenschonende Herstellung, faire Arbeitsbedingungen, kurze Lieferwege und recycelte Materialien. Es gibt mittlerweile viele Sportmode-Labels, die auf diese Kriterien achten. Zwei Onlineshops, die nachhaltige Sportmode anbieten, sind der Avocadostore und Grundstoff.

Wenn du neue Sportgeräte und Mode nachhaltig kaufen willst, dabei aber nicht so viel Geld ausgeben kannst, schaue nach Dingen aus zweiter Hand. Vieles ist in sehr gutem Zustand und zum Teil kaum benutzt – besonders bei Sportbekleidung und -geräten sind die Augen manchmal größer als die Motivation, und viele Teile liegen ungenutzt herum. Halte deine Augen bei der nächsten Kleidertauschparty auf oder frage im Bekanntenkreis herum – oft finden sich kleine Schätze, denen du ein neues Zuhause geben kannst, im Keller.

Drei Faustregeln zu nachhaltigem (Sport-)Konsum
  • 1. Wenig Konsum ist der nachhaltigste Konsum.
  • 2. Wiederverwenden von Gebrauchtem ist nachhaltiger als Neues anzuschaffen.
  • 3. Wenn es etwas Neues sein muss: auf ressourcenschonende Produktionsbedingungen und recycelbare Materialien achten.

Das Paradebeispiel des nachhaltigen Sports: Plogging

Klar: Plogging ist längst ein weltweiter Trend geworden. Plogging setzt sich zusammen aus dem schwedischen Wort plocka, was so viel wie Sammeln bedeutet, und laufen. Damit ist eigentlich das Konzept schon erklärt: Sammeln während der Jogging-Runde. Und du sammelst nicht irgendetwas, sondern den Müll, der auf deiner Strecke liegt. Die Idee kommt, wie auch die Wortschöpfung, aus Schweden, wo sich eine Gruppe Jogger auf ihrer Strecke durch Stockholm immer wieder mit dem Müll der Großstädter konfrontiert sah. So begannen sie, mit Mülltüte und Handschuhen ausgerüstet, während ihres Trainings den Müll zu sammeln.

Mit Plogging tust du nicht nur deiner Stadt, deinem Park, deiner Umwelt etwas Gutes – es ist auch ein effektives Intervalltraining! Durch das häufige Anhalten, Bücken und Aufstehen wird dein Herz-Kreislauf-System ordentlich in Schwung gebracht und es werden mehr Muskelgruppen beansprucht. Wer diese noch mehr fordern möchte, kann auch Squats (Kniebeugen) einbauen. Diese haben auch den Vorteil, dass du ungesundes Bücken verhinderst – und nebenbei deine Oberschenkel, den unteren Rücken, die Bauch- und Gesäßmuskeln trainierst.

Und Plogging macht im Team noch mehr Spaß – dort hat es auch seinen Ursprung! In vielen Städten haben sich bereits Laufgruppen gebildet, die sich regelmäßig zum Plogging treffen. Bestimmt findest du auch Plogger in deiner Nähe – einfach kurz online recherchieren.

Plogging funktioniert natürlich auch in Kombination mit anderen Sportarten: Du kannst auch beim Walking (Plaking) oder Radfahren (Plycling) Müll einsammeln.

Deiner Umwelt etwas Gutes tun – im sozialen Sinn

Du willst noch mehr tun? Wer soziale Projekte beim Sport unterstützen will, kann an Spendenläufen teilnehmen, wo man Geld für einen guten Zweck sammelt. Neben vielen sozialen Angeboten wie dem Muddy Angel Run gibt es auch immer wieder Veranstaltungen von Organisationen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Außerdem kümmern sich mehr und mehr Verantwortliche für Großveranstaltungen darum, dass diese selbst nachhaltiger werden. So haben zum Beispiel die Helfer beim London Marathon in diesem Jahr Wasser in essbaren Seegras-Verpackungen ausgegeben – und so ca. 200.000 Plastikflaschen eingespart!

Dein Training hat einen Einfluss auf deine Umwelt. Wenn du nachhaltiger leben willst, kannst du dieses Vorhaben ohne großen Aufwand in dein wöchentliches Sportprogramm integrieren. Beim nächsten Lauf im Park einfach den Müllbeutel mitnehmen, sammeln und schon ist ein kleiner Schritt in Richtung Umweltschutz (und für deine Fitness) getan!

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