Warum Outdoor Training gerade im Winter rockt!

Warum Outdoor Training gerade im Winter rockt!

Und wie du auch bei Kälte und Schmuddelwetter motiviert bleibst, draußen zu trainieren

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 17.01.2020

Outdoor Training macht Laune. Vor allem im Frühling, wenn die Natur aufblüht. Oder im Sommer, wenn du abends im Sonnenuntergang noch schwitzt. Auch im Herbst hat das Outdoor Training seinen Reiz, vor allem im Wald. Und im Winter? Freiwillig nass werden, obwohl es beheizte Gyms und Turnhallen gibt? Warum um alles in der Welt solltest du das machen? Weil es viel mehr Vorteile hat, als du denkst! Es gibt nur einen großen Gegner, dem du gerade im Winter die Stirn bieten musst – deinem Schweinehund! Wir zeigen dir, wie du bei Schneematsch und im Dunkeln für dein Outdoor Training motiviert bleibst.

Was genau ist Outdoor Training/Outdoor Fitness?

Wenn wir von Outdoor Training sprechen, meinen wir in erster Linie Outdoor Fitness. Kein zweitägiges Boot-Camp, sondern regelmäßige Fitness-Einheiten im Park, im Wald, auf einem beleuchteten Fußballplatz, am Fluss – Hauptsache draußen, zu festen Trainingszeiten, in einer Gruppe und am besten mit professioneller Anleitung! Je nachdem, wie kreativ dein Coach ist, kann Outdoor Training sehr individuell gestaltet werden. Du trainierst dabei deine Ausdauer, zum Beispiel durch Treppen- und Hangsprints oder Intervallläufe, und deine Koordination und Kraft. Hilfsmittel kann alles sein, was sich dir bietet – herumliegende Äste, Bänke, Bäume, Stufen, Hügel oder das, was dein Coach mitbringt – Matten, Battle Ropes, Medizinbälle, Koordinationsleiter, Tubes oder Kettlebells.

Darum rockt Outdoor Training vor allem im Winter

Aber noch mal zurück zur Frage, warum du das machen solltest. Im Winter draußen trainieren – bei Matsch, Regen, Wind und meistens sogar im Dunkeln, wenn es drinnen doch so schön kuschelig ist? Weil dir genau diese Luftveränderung, vom warmen Büro oder Wohnzimmer nach draußen, einen gewissen Aufwach-Kick gibt. In der Regel halten wir uns im Winter in beheizten Räumen auf. Die Luft ist meist trocken und der Sauerstoffgehalt gering. Das Hauptargument für Outdoor Training im Winter ist die Kombination aus Bewegung und frischer Luft.

  • Dein Immunsystem wird gestärkt, weil dein Körper Abwehrmechanismen aufbaut und so widerstandsfähiger wird.
  • Deine Durchblutung wird angekurbelt. Davon profitiert dein gesamter Organismus, denn dein Blut liefert jeder einzelnen Körperzelle Sauerstoff und Nährstoffe.
  • Du schläfst besser, denn Sport baut Stress ab und powert dich aus.
  • An freien Tagen ist Outdoor Training auch tagsüber möglich. Selbst wenn der Winterhimmel mit grauen Wolken verhangen ist, kannst du vom Tageslicht profitieren und Vitamin D tanken. Das hilft deinen Knochen dabei, Kalzium aufzunehmen.
  • Schlechte Laune schmilzt mit einer Outdoor-Einheit schneller als der Schnee. Wenn du einen schlechten Tag hattest, der Job alles gefordert hat oder du einfach so mies drauf bist, wirkt das Training im Freien wie eine Gute-Laune-Dusche. Denn mit der Bewegung und der frischen Luft steigt dein Serotoninspiegel.

Es ist nur dieser eine kurze Moment, den du überwinden musst. Meist ist der innere Widerstand schon während der ersten Warm-up-Übung verschwunden.

Auch wenn du zu Beginn deiner Sporteinheit frierst, spätestens nach dem Aufwärmen sind dir Wind, Regen und Kälte egal. Im Gegenteil: Während du den ganzen Tag mit hochgezogenen Schultern und zusammengekniffenem Gesicht der Kälte entfliehen wolltest, entspannst du dich beim Outdoor Training und streckst schon nach kurzer Zeit die Nase in den Wind.

Worauf du beim Outdoor Training im Winter achten solltest

Trotz aller Vorteile will uns der innere Schweinehund unser winterliches Outdoor Training ausreden. „Bei dem Wetter erkältest du dich“ oder „Nee, heute wirklich nicht – bei der Kälte ist Schwitzen gar nicht gesund“, flüstert er dir ein. Ist da was dran? Wenn du diese Do’s beachtest, hebelst du alle Gegenargumente aus:

1. Mach’s wie eine Zwiebel – wähle die richtige Kleidung

Der Zwiebellook schadet im Winter generell nicht. Beim Outdoor Training ist er allerdings ein Muss. Am besten fährst du, wenn du direkt am Körper Funktionsunterwäsche trägst, die den Schweiß nach Außen transportiert. Je nachdem, wie kalt es ist, kommen dann weitere Schichten darüber. Hoodies aus Baumwolle sehen zwar sporty aus, sind aber für Outdoorsport denkbar schlecht, weil sie den Schweiß nicht abgeben. Du turnst also eine Stunde in einem nasskalten, schweren Baumwollsack. Besser eignet sich dünner Fleece. Die äußerste Bekleidungsschicht sollte wasser- und windfest sein – Softshelljacken erfüllen diesen Zweck. Wenn du es auch an deinen Beinen wärmer magst, ist eine Thermohose genau das Richtige für dich. Handschuhe und Mütze sollten immer dabei sein, wenn die Temperaturen unter 0 Grad liegen.

2. Viel trinken!

Bei kühleren Temperaturen trinken wir meist weniger. Zum einen, weil wir weniger schwitzen, zum anderen, weil das Wasser irgendwann einfach zu kalt ist, wenn es draußen stand. Dennoch ist es für deinen Körper wichtig, dass du vor, während und nach deinem Training ausreichend trinkst. Nimm dir an sehr kalten Tagen zusätzlich einen großen Thermobecher mit lauwarmem Wasser oder Tee mit.

3. Richtig aufwärmen und locker machen

Im Winter gilt: Verdopple die Zeit deines Warm-ups und kürze beim Cool-down. Richtiges Aufwärmen ist im Winter noch wichtiger als bei wärmeren Temperaturen, weil wir uns schneller verkrampfen. Unsere Bänder und Sehnen werden dadurch minimal kürzer, die Muskeln härter – indem du dir genügend Zeit zum Lockerwerden gibst, reduzierst du die Verletzungsgefahr. Dein Cool-down kannst du dafür etwas kürzer halten, damit du nicht auskühlst – und schnell unter die wohlverdiente heiße Dusche hüpfen kannst.

4. Achte auf deine Atmung

Knackig kalte Temperaturen und deine Lunge will Luft! Outdoor Sport bei Temperaturen bis -10 Grad ist unbedenklich. Dennoch solltest du bei klirrender Kälte durch die Nase ein- und durch den Mund wieder ausatmen. So wärmst du die kalte Luft schon mal vor, ehe sie in deine Lunge strömt. Unser Tipp: Atme durch ein Tuch oder durch ein Buff (Schlauchtuch), so fließt die Luft wie durch einen Filter. Wenn es kälter als -10 Grad wird, könntest du deine Schleimhäute und Bronchien tatsächlich durch die Kälte reizen.

5. Gerade im Winter: schnell raus aus den Klamotten und ab unter die Dusche

Im Sommer, wenn es warm ist, lassen wir uns mit der Dusche danach gerne Zeit, um das Nachschwitzen zu vermeiden. Im Winter dagegen solltest du nach deinem Outdoor Training auf direktem Weg raus aus den Klamotten und rein in die Badewanne oder unter die heiße Dusche. Mit Wechselduschen kurbelst du dein Immunsystem noch mal zusätzlich an.

6. Regeneriere und ernähre dich gesund

Direkt nach dem Training ist dein Körper mit der Regeneration beschäftigt und dadurch anfälliger für Infektionen. Unterstützen kannst du ihn, indem du dich ausgewogen ernährst und deine Nährstoffspeicher mit isotonischen Getränken auffüllst.

Wie du es schaffst, bei Wind, Kälte, Schneematsch und Regen regelmäßig draußen zu trainieren

Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder deine intrinsische Motivation ist so groß, dass du keinen Zweifel hegst, bei diesem Mistwetter draußen Sport zu machen. Oder du hast ein Team! Denn ganz im Gegensatz zu einem Kurs im Fitnessstudio, wo es in der Regel anonymer zugeht, wirst du in einer Outdoor-Gruppe ein Teamgefühl entwickeln. Denn wer gemeinsam durch alle Jahreszeiten und Wetterlagen sportet, teilt gemeinsame Erlebnisse, die unvergesslich sind. Das schweißt zusammen und lässt wahren Teamgeist entstehen. Wenn es dir trotzdem mal schwerfällt, dich aufzuraffen, halte dir vor Augen, wie stolz du nach deinem Training sein wirst. Gönn dir ein wenig Wellness im Anschluss und erzähle allen: „Ich habe heute schon bei jedem Liegestütz den Schnee geküsst.“

Du und deine Outdoor-Gang! Die beste Waffe gegen den Schweinehund im Winter ist dein Team!

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