Rennradpflege für die neue Saison: Wie du dein Rennrad wieder fit für die Straße machst
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Rennradpflege für die neue Saison: Wie du dein Rennrad wieder fit für die Straße machst

Back to the road: 5 Schritte für die Rennradpflege

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 01.05.2019

Die ersten Sonnenstrahlen beglückwünschen uns schon: Es ist wieder Frühling! Und damit beginnt auch wieder die Zeit des Radfahrens an der frischen Luft. Um die Vorfreude noch etwas zu steigern (und natürlich auch aus praktischen Gründen) kannst du deinem Rad etwas Gutes tun. Denn egal, ob es über den Winter im Keller stand oder auch ab und zu gefahren wurde: Jetzt kann es etwas Aufmerksamkeit gebrauchen. Hier kommen ein paar Ideen und Tricks, wie du dich und dein Rad schon mal auf die neue Saison einstimmen und vorbereiten kannst.

Zwar sprechen wir hier von Rennradpflege, unsere Tipps lassen sich aber natürlich auf jedes andere Fahrrad übertragen. Viel Spaß!

Rennradpflege Schritt 1: Putzen!

Als erstes lohnt es sich, das Rad einmal genau zu inspizieren. Nimm dir dafür einen Nachmittag Zeit, suche dir am besten einen schönen Platz vor dem Haus oder im Garten und baue dein Rad auseinander. Je nachdem, wie motiviert du bist, kannst du alles einmal auseinandernehmen oder nur die größten Teile. Wenn du dir das allein nicht zutraust oder dich YouTube-Videos nicht weiterbringen, ist das Auseinanderbauen auch nicht unbedingt nötig – ein Rundum-Check im Fahrradladen ist aber sinnvoll.

Dann geht es ans Putzen: Im Radladen bekommst du spezielle Reinigungsmittel, Bürsten und Mikrofasertücher für Fahrradteile. Zum Putzen brauchst du nicht viel Wasser – nimm dir am besten eine Schüssel oder einen Eimer und trockne dein Rennrad nach dem Putzen wieder gründlich ab. Einige empfindliche Teile am Rad vertragen Wasser nicht so gut, halte daher niemals direkt mit einem Wasserstrahl auf Schaltgruppe und Co.

Der Dreck am Rad kann zu Verschleiß führen, ähnlich wie bei Zähnen, die nicht regelmäßig gereinigt werden. Also: Tu deinem Rad was Gutes!

Rennradpflege Schritt 2: Intensive Pflege

Im zweiten Schritt kannst du die Teile, die es brauchen, einölen. Das sind all die Stellen, die Reibung ausgesetzt sind, besonders die Kette. Auch hier gibt es im Radladen spezielle Öle, die auch in leicht zu handhabenden Flaschen kommen. Sie haben meist einen sehr präzisen Applikator und sind problemlos zu verwenden.

Rennradpflege Schritt 3: Die Kette

Der Antrieb ist das Herzstück deines Rades. Hier sind ein paar Tipps, um sie ordentlich und sauber zu ölen:

  • 1. Merke dir eine bestimmte Stelle, wo die Kette genietet ist.
  • 2. Halte die Kette mit einem sauberen Mikrofaser- oder Baumwolltuch von unten fest und träufle von oben in jede Lücke einen Tropfen Öl – am besten läuft das Öl in die Kette, nicht außen rum! Es geht beim Ölen darum, die Verbindungen und Innenräume zu ölen, damit die Kette geschmeidig über den Kettenkranz läuft. Der äußere Teil der Kette braucht gar kein Öl.
  • 3. Ziehe nun mit dem Tuch die Kette ab, indem du sie mit der Hand umschließt und mit der anderen Hand an der Kurbel drehst, um die Kette zu bewegen. Danach folgt der nächste Abschnitt der Kette. Das machst du so lange, bis du wieder an die gemerkte Stelle kommst.
  • 4. Öl kann man wirklich sparsam verwenden, ein Tropfen pro Kettenglied reicht vollkommen aus.

Kontrolliere aber im Laufe der Zeit immer mal wieder die Kette, ob sie ordentlich funktioniert, verschmutzt ist oder wieder geölt werden müsste – das könnte dich eventuell stark ausbremsen!

Rennradpflege Schritt 4: Rundumcheck

Um sicherzugehen, dass alles glatt läuft, kontrolliere einmal dein ganzes Rad. Hier eine Rundum-Checkliste:

  • 1. Laufräder
    Die Laufräder solltest du auf die richtige Spannung kontrollieren, eventuell auch den Schnellspanner und die Naben anschauen.
  • 2. Schaltung
    Läuft die Schaltung, wie sie soll? Wechselt die Kette schnell genug auf der Kassette? Falls nicht, könnte der Umwerfer nicht optimal eingestellt sein. In zahlreichen Youtube-Videos wird erklärt, wie du die Schaltung einstellen kannst. Ansonsten kannst du auch einfach im Fahrradladen deines Vertrauens nachfragen!
  • 3. Reifen
    Die Reifen sind ein recht sensibler Teil am Rad. Sie solltest du idealerweise immer mal wieder kontrollieren: Sind die Reifen noch in Ordnung? Sind Fremdkörper zu entdecken? Ist der richtige Druck auf den Reifen? Sitzen sie gut am Rad? Du kannst auch zwischen Sommer und Winterreifen wechseln, das ist aber Geschmackssache.
  • 4. Bremsen und Bremskabel
    Bremsen unbedingt testen! Funktioniert die Übertragung vom Bremssignal auf das Rad optimal? Kommt das Rad beim Bremsen nicht sofort zum Stillstand, solltest du die Pads kontrollieren und den Druck justieren, eventuell die Pads austauschen. Falls du Scheibenbremsen hast, kannst du zur Kontrolle einen Blick in den Bremssattel werfen und sehen, ob noch genug Bremsmaterial vorhanden ist. Und Achtung: Auf das Bremsmaterial darf auf keinen Fall Öl gelangen.

Rennradpflege Schritt 5: Die Extras

Dein Rennrad ist nun sommerfit, gut geölt und schick poliert. Jetzt fehlen nur noch die Accessoires! Über Flaschenhalter bis zum Schloss kannst du dich hier ordentlich austoben. Je nachdem, wofür du dein Rennrad hauptsächlich verwendest.

Alltag
Du fährst täglich mit dem Rennrad zur Arbeit und in die Stadt, und dein Rad ist mehr Gebrauchsgegenstand. Hier ist natürlich das Wichtigste: Ein gutes Schloss. Denn wenn du das gute Stück vor dem Supermarkt oder dem Büro stehen lässt, sollte es sicher angeschlossen sein. Hier lohnt es sich, dich zu informieren und auch etwas mehr Geld zu investieren. Ein Tipp: Besorge dir ein Drahtkabel – das ist eine Verlängerung, die du an das Schloss anbringst, und mit der du auch das hintere Rad anschließen kannst.

Der Helm
Egal ob für Sport oder Freizeit: Der Helm ist beim Rennradfahren unumgänglich. Lass dich bei einem Fahrradladen beraten, probiere verschiedene Modelle aus und spare am besten nicht an dieser Stelle. Solltest du schon einen Helm haben und damit schon einmal gefallen sein, auch ohne größere Verletzungen: Die Sicherheit des Helmes ist nun nicht mehr gewährleistet. Lass ihn unbedingt überprüfen! Und für alle Helmbesitzer gilt: Er hilft nur, wenn er getragen wird, deshalb suche dir unbedingt einen aus, der dich anspricht, sicher ist und gut sitzt.

Fertig! Dein Rad sollte nun fit für den Sommer sein. Falls du zwischendurch nicht mehr so motiviert warst oder nicht ganz sicher bist, ob du alles richtig gemacht hast, kannst du dein Rennrad natürlich auch in den Radladen deines Vertrauens bringen. Meistens werden dort auch Check-Ups angeboten! Hauptsache du hast Lust bekommen, wieder ein paar Runden auf deinem Rennrad zu drehen!

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