Schwimmregeln oder: der kleine Schwimmknigge

Schwimmregeln oder: der kleine Schwimmknigge

Die Dos und Don’ts im Hallenbad

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 24.05.2019

Das Schwimmbad ist ein eigener kleiner Mikrokosmos mit eigenen Regeln und vielen verschiedenen Interessengruppen. Da gibt es die Hobby-Schwimmer, die Planscher und die ambitionierten Krauler, die versuchen, ihre Wasserlage zu perfektionieren oder einfach schneller zu werden. Und die Angeber natürlich. Alle wollen gemeinsam eine gute Zeit verbringen, an sich arbeiten oder abschalten und den Kopf freibekommen. Damit das Zusammenspiel gelingt, Schwimmbahn-Karambolagen und Fußpilz vermieden werden, haben wir die wichtigsten Dos und Don’ts im Hallenbad für dich zusammengetragen.

Do: Trainiere nur, wenn du wirklich fit bist

Klar, wenn du dich gesundheitlich nicht wohl fühlst, wirst du eh lieber Zuhause bleiben. Wir empfehlen allerdings schon bei leichten Ohrenschmerzen oder -stichen auf das Training zu verzichten. Kleine Keime können in den äußeren Gehörgang gelangen und die Symptomatik relativ schnell verstärken. Apropos Keime: klingt unhygienisch? Dagegen kannst du etwas tun.

Do: Vor dem Training: Duschen

„Ich bin ja eh gleich im Wasser“ – eines der wohl meistgehörten Sätze vor dem Training. Gerade Hallenbäder werden von kleinen Keimen als eine Art Schlaraffenland angesehen. Es ist warm und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit – perfekt also um sich zu vermehren. Keine Angst, es sind keine aggressiven Keime. Wenn sich alle Besucher kräftig abduschen würden, bevor sie ins Wasser gehen, wäre schon mal eine natürliche Keim-Barriere eingebaut. Du kannst also maßgeblich dazu beitragen, das Hallenbad hygienisch zu halten.

Do: Badelatschen sind Multi-Könner und müssen dabei sein

Badeschuhe-, schlappen- oder -latschen – wie du sie auch nennen magst, sie gehören an deine Füße. Zum einen schützen sie vor Pilzkulturen. Zum anderen ist es im Schwimmbad immer nass und glatt. Auch, wenn du nicht mehr wie ein fünfjähriges Kind zum Beckenrand stürmst – die Rutschgefahr bleibt. Und selbst wenn du dich nicht verletzt – auf unangenehme Situation kannst du sicher gut verzichten.

Do: Mach dir vorher ein Bild von der Gesamtlage

Noch bevor du das erste Mal ins Wasser gehst, nimm dir kurz Zeit, um die Situation zu begutachten. Gibt es Bahnen im Becken, auf denen fortgeschrittene Schwimmer unterwegs sind? Kannst du abschätzen, wo du am besten reinpassen würdest? Perfekt ist es, wenn du in einer Bahn schwimmst, in der Schwimmer mit ähnlichem Tempo unterwegs sind.

Manchmal gibt es Krauler-Bahnen, die du als Brust- oder Rückenschwimmer meiden solltest.

Do: Halte dich an den Rechtsverkehr

Auch im Schwimmbad gilt: In der jeweiligen Bahn schwimmst du am besten rechts. Nicht nur, damit der Gegenverkehr genug Platz hat. Sondern auch, damit schnellere Schwimmer dich überholen können. Sonst sitzen die Sprinter in deinem „Wasserschatten“ fest. Besonders wenn du Rückenschwimmen trainierst, hältst du dich am besten weit rechts. Denn du siehst dann kaum, was um dich herum passiert – wobei du dann streng genommen durch deine Rückwärtslage links schwimmst, zumindest aus deiner Perspektive :)

Do: Mit Umsicht überholen (lassen)

Wenn du auf deiner Bahn überholst, mach dir vorher zwei Gedanken. Erstens: Kannst du so viel „beschleunigen“, dass du in absehbarer Zeit vorbei geschwommen bist und nicht den Gegenverkehr blockierst? Zweitens: Hast du genug Koordination und Platz, um zu überholen, ohne in den Bewegungsbereich des Mitschwimmers zu schwimmen? Überhole mit so viel Abstand wie möglich und nötig. Wenn du selbst häufig überholt wirst, überlege, die Bahn zu wechseln. Oder lass andere schnell überholen, indem du vorübergehend das Tempo etwas reduzierst.

Don’t: mittig am Kopfende der Bahn pausieren

Pausen müssen sein. Wenn du aber mittig am Kopfende deiner jeweiligen Bahn pausierst, nimmst du deinen Mitschwimmern ein Stück der Bahn. Denn die müssen kurz vor dir abbremsen und wenden, wenn du im Weg stehst. Apropos wenden: Viele Schwimmer üben das Abstoßen am Beckenrand zum Wenden, die sogenannte Rollwende. Aber auch wer keine Rollwende macht, zieht sich normalerweise per Hand an den Beckenrand und stößt sich dann mit den Füßen ab. Das klappt nicht, wenn du da stehst. :)

Wenn du am Kopfende der Bahn pausierst, mach das unbedingt in der äußersten Ecke der Bahn.

Don’t: unvorsichtig vom Block starten

Wenn du an Schwimmwettkämpfen teilnehmen möchtest, gehört es auch zu deinem Training, den Startsprung ins Wasser zu trainieren. Aber im Schwimmbad ist der Sprung vom Startblock entweder im normalen Betrieb nicht erlaubt oder mit Umsicht durchzuführen.

Wenn du vom Startblock in deine Bahn startest, schau gründlich und aufmerksam, ob sich jemand im Startbereich aufhält.

Das gilt auch für Taucher oder Schwimmer, die schnell näher kommen. Natürlich sollten auch Taucher sich gründlich umschauen und nicht „blind“ trainieren. Aber auch du kannst sie beobachten und schauen, ob Sie in den Startbereich kommen – schließlich hast du vom Startblock aus den besten Überblick.

Don't: drängeln

Es ist wie beim Autofahren: Lass Abstand zum Schwimmer vor dir. Häng ihm oder ihr nicht an den Zehen. Wenn ihr in einer Gruppe startet, startet der schnellste Schwimmer zuerst. Wenn du alle paar Minuten andere Schwimmer überholst, gibt es vielleicht eine „schnellere“ Bahn für dich.

Wenn das Schwimmbad voll ist, kannst du deinen Fokus für diesen Tag ändern – und statt auf Schnelligkeit zu schwimmen ein Schwimmtraining für saubere Schwimmtechnik einlegen. Es kommen auch wieder ruhigere Tage.

Das Allerwichtigste: Respektvoller Umgang und Kommunikation

Alle Probleme, die trotz Dos und Don’ts noch auftreten, könnt ihr klären, indem ihr miteinander sprecht. Koordiniert euch: Wenn ihr euch eine Bahn teilt, schwimmt in einer Art Kreisverkehr. Einer startet von einer Seite, der andere von der anderen. So müssten eure Geschwindigkeiten schon sehr verschieden sein, um euch auf absehbare Zeit in die Quere zu kommen. Bei einer 50-Meter-Bahn könnt ihr die Bahn auch mittig teilen, dann nutzt jeder nur seine 25 Meter. So sind Kollisionen und gefährliche Überholmanöver auf der Gegenspur ausgeschlossen.

Nach dem Schwimmen das Duschen nicht vergessen

Damit du nicht als Chlor- oder Keimlieferant genutzt wirst, empfehlen wir dir auch nach dem Schwimmen ausgiebig zu duschen. Mit Duschgel. Ebenso wichtig ist, dass du dich im Anschluss gründlich abtrocknest. Vor allem zwischen den Zehen, weil sich hier gerne Fußpilz bildet.

Unsere Dos und Don’ts beim Schwimmen helfen dir dabei, dass dein Training im kühlen Nass genau das bleibt, was es sein soll: Spaß mit positiven Nebeneffekten wie Kondition, Kraft und dem guten Gefühl, etwas für sich getan zu haben.

Du bist begeisterter Brustschwimmer? Dann schau doch mal hier, ob du dein Brustschwimmen noch verbessern kannst. Oder geh den nächsten Schritt und versuch dich an einer neuen Schwimmerfahrung: Dem Freiwasserschwimmen.

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