Teammitglied Otto Tylkowski finisht mit 74 Jahren zum 13. Mal die Triathlon-Langdistanz

Teammitglied Otto Tylkowski finisht mit 74 Jahren zum 13. Mal die Triathlon-Langdistanz

Hawaii 2019: Vom Mythos in den Bann gezogen

Es sind Geschichten, die das Leben schreibt. Einfach unglaublich! Mit über 70 Jahren kämpft sich Teammitglied Otto Tylkowski durch die Hitze Hawaiis. Seite an Seite mit den Profi-Triathleten Patrick Lange, Daniela Bleymehl & Co.. 3,8 Kilometer Schwimmen im Pazifik, 180 Kilometer Radfahren und dann noch einen Marathon bei Außentemperaturen bis zu 40°C. Am Ende stoppt seine Uhr bei 16:34:40 Stunden. Was für eine Wahnsinns-Leistung – bei einem Wettkampf, der alles andere als optimal lief.

ERDINGER Alkoholfrei-Teammitglied mit Leib und Seele

Seit 2007 ist Otto im Team ERDINGER Alkoholfrei. Und mit was für einer Leidenschaft! Beim Triathlon befüllt er seine erste Radflasche immer mit einem ERDINGER Alkoholfrei. „Auch weil es den schlechten Geschmack von Wasser beseitigt. Man muss es nur vorher richtig schütteln.“ Na dann Prost! Bei Laufwettbewerben freut er sich noch vor dem Finish auf die ERDINGER Zielverpflegung. „Eine Motivation mehr, schnell ins Ziel zu kommen. ;)“ Selbstverständlich gehört die Team Lounge beim Berlin Marathon oder Veranstaltungen in seiner Heimatstadt Hamburg zu seiner sicheren Anlaufstelle. Ist mal kein ERDINGER vor oder nach dem Ziel in Reichweite, dann sorgt er einfach selbst dafür. Bei der „Vätternrundan“ in Schweden, einer 300 Kilometer Radtour, hatte er einen ganzen Kasten ERDINGER mitgenommen und in den zwei Tagen nach dem Rennen geleert. Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

ERDINGER Alkoholfrei-Teammitglied mit Leib und Seele

Mit 74 Jahren auf der #blueroadtokona bei der Triathlon-WM auf Hawaii

Eigentlich wollte Otto sich in diesem Jahr gar nicht für die Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifizieren. Die Vorbereitung auf die Langdistanz in Hamburg hatte er daher locker angehen lassen. Als Kapitän war er im Rahmen der Kieler Woche viel unterwegs und ging lediglich am Abend ab und an laufen. Nach langjährigem Training und einer Vielzahl an gesammelten Lebenskilometern scheint dies zu genügen. Eine überraschende Hawaii-Qualifikation das Resultat. Unverhofft kommt oft ;)

„Auch danach bin ich höchstens jeden zweiten Abend laufen gegangen. Ich habe den Wettkampf 2019 nicht ganz so ernst genommen, weil ich ja wusste, dass man im letzten Jahr in einer Altersklasse keine großen Chancen auf eine vordere Platzierung hat. Radfahren und Schwimmen entfiel während meiner 3-wöchigen Reise als Kapitän komplett, was ich aber dann im Anschluss täglich nachgeholt habe.“ Hawaii 2019 kann kommen – zum bereits 13.Mal.

Mit 74 Jahren auf der #blueroadtokona bei der Triathlon-WM auf Hawaii

Die Tage vor dem Rennen auf Hawaii

Der Anflug mit 12 Stunden Zeitverschiebung ist schon eine Herausforderung. Den gesammelten Miles & More Punkten sei Dank, gab es für Otto auf dem Langstreckenflug zwischen Frankfurt und San Franzisco jedoch ein Upgrade in die Business Class. Gewissermaßen der letzte Gruß aus der Heimat – ein ERDINGER vom Servicepersonal.

Dann beim Auspacken des Radkoffers, die böse Überraschung! Die Transport Security der Amerikaner hatte die zur Abfederung der Räder enthaltene Restluft aus den Reifen entfernt und dadurch die Ventile beschädigt. Die Reifen ließen sich einfach nicht mehr aufpumpen. Schließlich mussten Ersatzreifen her – die rettende Lösung.

„Trotz des großen Zeitunterschiedes ist man nach einem guten Schlaf auf Hawaii sehr schnell im Zeitrhythmus. Das obligatorische Schwimmen am Morgen besucht man eigentlich ab dem ersten Tag.“, so Otto Tylkowski. Die Tage vor dem Rennen wurden dieses Jahr zunehmend von Presseterminen bestimmt. Nicht ohne Grund rückte er als 74-jähriger und 13-facher Starter auf Hawaii ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Da kam ein wenig Abwechslung beim ERDINGER-Abend gerade recht. Bier, Buffet, gute Stimmung – was will man mehr. „Lediglich das Spanferkel lag ziemlich einsam auf seinem Tisch, weil Triathleten so kurze Zeit vor einem Wettkampf ein solches Gericht sehr selten anrühren.“

Und das Ziel für den Renntag? „Eine Finish-Time von 14,5 Stunden. Ich bin ganz optimistisch, weil die Trainingszeiten beim Schwimmen, Radfahren und Laufen deutlich besser als vor 2 Jahren waren. Und mein im Vorjahr verletztes Knie hatte sich auch im September wieder vollkommen einsatzbereit gemeldet.“ Dann kann der angekündigten Hitzeschlacht ja nichts mehr im Wege stehen.

Mit 74 Jahren auf der #blueroadtokona bei der Triathlon-WM auf Hawaii

Startschuss bei der Triathlon-Langdistanz in Kona: Auf die Plätze, fertig, los!

Lassen wir Otto selbst erzählen, wie der Weg zu seinem insgesamt 13. Finish auf Hawaii verlief:

„An der Startlinie hatte ich mich ganz auf die linke Seite begeben. Damit wollte ich zumindest den schnellen Damen ausweichen, die erfahrungsgemäß dicht an der Bojen-Linie schwimmen. Eigentlich war das Rennen für mich aber schon nach 10 Sekunden gelaufen, weil mir einer der Rennkollegen beim Start mit der flachen Hand auf das rechte Ohr gehauen hat. Dadurch ist Wasser in den Gehörgang gedrückt worden und hat meinen Gleichgewichtssinn total blockiert. Nach der Wende bin ich wahrscheinlich mehrfach im Kreis geschwommen und musste immer wieder anhalten, um mich zu orientieren.

Der Gleichgewichtssinn war auch auf dem Fahrrad noch nicht wieder vorhanden, was mich dann auf den ersten Kilometern zweimal zum Absteigen zwang. Danach musste ich sehr vorsichtig fahren, was natürlich auch langsam bedeutet. Bei Waikoloa nach Kilometer 50 machte es plötzlich im Ohr „Plopp“ und das Wasser lief mir über die rechte Wange. Der Rest der Radstrecke lief eigentlich ganz gut.

Beim Laufen kamen zuerst wieder die obligatorischen Krämpfe in den Waden und vorderen Oberschenkeln. Die waren nach Kilometer 4 überwunden und ich kam richtig schön ins Rollen. Bei Kilometer 12 merkte ich dann aber, dass sich unter beiden Füßen Blasen bildeten. Aufgrund fehlender Handtücher in der Wechselzone musste ich mit völlig durchweichten Füßen in die Laufschuhe steigen. Nun die Quittung. Die Dinger gingen ziemlich schnell auf und ab Kilometer 14 konnte ich nur noch gehen. Ich habe ab dann ständig mit der GPS-Uhr hochgerechnet und meine Ankunftszeit geschätzt. So konnte ich mit zusammengebissenen Zähnen dann noch rechtzeitig vor Zielschluss mit der schlechtesten Zeit meines Lebens das Ziel erreichen. Ein sehr schöner Zieleinlauf mit der Überreichung der Kette durch Jan Frodeno, der die alte Tradition in Kona mit großer Freude weitergeführt hat.“

„Ich habe das Rennen zwar gefinisht, aber mit der Zeit kann ich nicht zufrieden sein. Ich war noch eine Stunde langsamer als in Hamburg, wo ich ja bewusst nur auf Ankommen im Zeitlimit gelaufen war. Berücksichtigt man jedoch die Probleme beim Schwimmen und mit dem Gleichgewicht, sowie die Zeitverluste durch das fast 30 Kilometer lange Gehen auf der Marathonstrecke, ist die Zeit und die Platzierung erklärbar.“ Otto Tylkowski, Hawaii-Finisher und Mitglied im Team ERDINGER Alkoholfrei

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 21.10.2019

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