Tipps für deine Schwimmausrüstung

Tipps für deine Schwimmausrüstung

Für sportliches Schwimmen lohnt sich ein Blick auf nützliches Schwimmzubehör

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 28.03.2019

Um ein paar Bahnen im Schwimmbad zu ziehen, ist letztlich nur die passende Bekleidung in Form von Badeanzug, Bikini oder Badehose wirklich wichtig. Für das sportliche Schwimmen gibt es darüber hinaus eine große Auswahl an nützlichem Zubehör und Dingen, die das Schwimmen einfacher und sicherer machen können. Wir zeigen dir, was du zum sportlichen Schwimmen gebrauchen kannst und welche Eigenschaften deine Schwimmbekleidung haben sollte.

1. Badeanzug, Bikini, Badehose – eng anliegend, aber nicht einengend!

Du solltest dich in deiner Kleidung zunächst einmal wohlfühlen. Alles andere kommt an zweiter Stelle. Badeanzüge und Bikinis müssen eng sitzen, um Halt zu geben und nicht zu verrutschen. Andererseits sollten Träger und Nähte auf keinen Fall einschnüren – das kommt im Rücken- und Schulterbereich manchmal vor und wird schon nach den ersten Bahnen unangenehm. Solch eine vermeintliche Kleinigkeit kann dir dann schnell den Spaß am sportlichen Schwimmen verderben. Probiere also ruhig ein paar mehr Badeanzüge und Bikinis unterschiedlicher Anbieter aus. Gutes Material leiert nicht so schnell aus, sodass du dir nicht extra eine Nummer kleiner kaufen musst, nur damit der Badeanzug irgendwann genau richtig sitzt. Für das sportliche Schwimmen eignen sich Badeanzüge tendenziell besser als klassische Bikinis – du musst dir keine Gedanken um verrutschte Teile machen. Gute Badekleidung sollte schnell trocknen und nicht gleich nach den ersten Waschgängen ausleiern. Am besten lässt du dich in einem Fachgeschäft beraten.

2. Schwimmbrille – ein Muss, um technisch richtig zu schwimmen

Schwimmbrille
© Sailfish

Eine Schwimmbrille brauchst du schon, wenn du das erste Mal richtiges Brustschwimmen ausprobierst – denn dann musst du bei jedem Zug mit dem Kopf unter Wasser tauchen. Die Auswahl an Schwimmbrillen ist riesig: Sie variieren im verarbeiteten Material, der Form und Farbgebung der Gläser, dem Sichtfeld und der Art, wie der Brillenrand an deiner Haut haftet. Magst du einen fokussierten Sichtbereich, der die Umgebung weitestgehend ausblendet? Oder legst du Wert darauf, dass du alles um dich herum im Blick hast? Es gibt für jeden Geschmack eine passende Schwimmbrille. Alle Schwimmbrillen erfüllen jedoch denselben Zweck – sie schützen deine Augen vor Chlor und Partikeln im Wasser und geben dir unter Wasser eine klare Sicht.

Lass dir im Fachhandel in jedem Fall die Verpackung öffnen, damit du die Schwimmbrille ausprobieren kannst – eine gute Brille schmiegt sich deiner Gesichtsform gut an und sitzt angenehm. Es ist ärgerlich, wenn die Produktversprechen später im Becken nicht gehalten werden und dir schon beim Abstoßen Wasser in die Schwimmbrille läuft.

Die Farbe der Gläser bei Schwimmbrillen

Auch bei den Farbtönen der Gläser gibt es mehr als nur ästhetische Unterschiede. Gelb und Orange sind vor allem für Indoor-Verhältnisse gut, sie schärfen die Tiefenwahrnehmung und Kontraste. Grau, Braun und Rot eignen sich eher für Outdoor und Freiwasser. Sie verbessern die Sicht auf lange Distanzen eher und ermöglichen trotzdem gute Kontraste. Vor allem graue Gläser sind gut für das freie Wasser geeignet. Blau und Violett sind Allrounder. Ein Spezialfall sind verspiegelte Gläser. Sie sind eine gute Hilfe, wenn mit direkter Sonneneinstrahlung zu rechnen ist, beispielsweise wenn die Sonne sehr tief steht.

Behandle deine Schwimmbrille gut und sie wird lange leben

Um deine Schwimmbrille lange zu behalten, hilft die richtige Pflege. Dazu wäschst du sie nach dem Training lauwarm und ohne Seife ab, damit das Chlor weder das Gummi porös macht noch die Gläser angreift. Bewahrst du sie dann noch in einem Etui auf, schützt du sie vor Kratzern.

3. Badekappe – Schutz für lange Haare, mehr Geschwindigkeit im Wasser

Badekappe
© JamesMitchell

Für manche ist sie ein optisches No-Go, andere kaufen sie sich ganz bewusst in knalligen Farben, um ihr Schwimm-Outfit abzurunden. Früher war sie Pflicht im Hallenbad, im Profi-Training ist sie mehr als sinnvoll – die Badekappe. Inzwischen gibt es ganze Kollektionen für Frauen, Männer und Kinder. Badekappen sind allerdings nicht bloß ein Schwimm-Accessoire: Ähnlich wie ein Neoprenanzug verringert eine Badekappe den Widerstand deines Körpers im Wasser, so dass du schneller schwimmen kannst – vor allem wenn du lange Haare hast. Deshalb ist sie im Profisport so beliebt. Die Badekappe schützt deine Haare außerdem vor aggressivem Chlor in Schwimmbädern und du musst sie nach dem Training nicht unbedingt waschen. Bei Kälte im Freiwasser schützt sie deinen Kopf außerdem vor dem Auskühlen und macht dich für andere sichtbarer. Die meisten Schwimmer machen ihre Haare nass, bevor sie die Badekappe aufsetzen – das ist aber keine Pflicht.

4. Für Fortgeschrittene: der Neoprenanzug

Für Fortgeschrittene: der Neoprenanzug
© Sailfish

Ein Neoprenanzug ist nicht unbedingt das Must-have für Anfänger, aber seine Funktion zu kennen ist von Vorteil. Die meisten denken, er wäre bloß da, um dich in offenen Gewässern warmzuhalten. Das tut er auch. Ein entscheidender Vorteil ist jedoch auch seine korrigierende Funktion für deine Wasserlage. Viele Schwimmer klappen ihre Hüfte unbewusst ein und schaffen es dadurch nicht, ihre Körpermitte im Wasser zu stabilisieren. Ein Neoprenanzug besitzt seinen eigenen Auftrieb und hält dadurch deine Hüfte oben. So hilft er dir, ein Gefühl für die richtige Wasserlage zu bekommen.

Alles dabei? Dann geht es jetzt erstmal einfach nur darum: Schwimmen. Wenn du mit deinem Schwimmtraining gerade erst beginnst, ist das Gefühl für deinen Körper im Wasser erstmal das Wichtigste. Du solltest dich sicher fühlen, kannst verschiedene Schwimmtechniken wie Brustschwimmen oder Kraulen ausprobieren und dich insgesamt mit diesem Sport vertraut machen. Du wirst ganz schnell merken, wie gut Schwimmen tut – und wie schnell du besser wirst im sportlichen Schwimmen!

Zum Thema:
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