Urlaub mit dem Fahrrad: 6 Gründe für Fahrrad-Trekking

Urlaub mit dem Fahrrad: 6 Gründe für Fahrrad-Trekking

Rauf aufs Rad und rein ins Abenteuer

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 05.07.2019

Aktivurlaub ist im Trend. Gerade Deutschland, Österreich, die Niederlande und die Schweiz sind beliebte Länder für einen Urlaub mit dem Fahrrad. Jeden Tag frische Luft, Bewegung und Natur – eine Vorstellung, die mittlerweile viele aktive Menschen reizt. Denn Fahrrad-Trekking ist vor allem eins: Spaß auf zwei Rädern. Wir haben sechs weitere Gründe, warum du einen Urlaub auf zwei Rädern unbedingt ausprobieren solltest.

Du und die Natur – eine Trekkingtour ist ein mehrtägiges Outdoorerlebnis. Es gibt einen Startpunkt, jeden Tag eine neue Etappe, ein neues Ziel. Wobei Letzteres nicht im Fokus steht – denn beim Trekking ist der Weg viel wichtiger als das Ziel. Anders als bei einer Sterntour kehrst du abends nicht an deinen Ursprungsort zurück. Du schlägst dein Nachtquartier nach jeder Etappe an einem anderen Ort auf, vielleicht zeltest du, schläfst in einer Herberge oder gönnst dir ein Hotel. Beim Trekking geht es also ums Fortbewegen – und das kannst du mit dem Rad, zu Fuß, auf einem Pferd, im Kanu oder auf Skiern. Ob alleine oder in einer Gruppe – mittlerweile gibt es für sämtliche Trekking-Varianten geführte Touren. Dass gerade Fahrrad-Trekking als Urlaub immer beliebter wird, zeigen Statistiken.

Urlaub mit dem Fahrrad wird immer beliebter

Im Jahr 2018 haben 5,5 Millionen Deutsche eine Radreise mit mindestens drei Übernachtungen unternommen. Das sind 27 Prozent mehr Radreisende als im Vorjahr, da waren es insgesamt 4,3 Millionen.

6 Gründe, warum du einen Urlaub mit dem Fahrrad unbedingt ausprobieren solltest

1. Der Abenteuer- und Erlebnisfaktor belebt dich

Ob penibel geplant oder einfach drauflosgeradelt – es wird hin und wieder anders kommen, als du denkst. Eine Straßensperrung verlangt vielleicht einen Umweg, der dich ungeahnt in ein Naturparadies führt. Vielleicht gerätst du in eine Schafherde und lernst einen Wanderschäfer kennen. Oder es tut sich nach der nächsten Kurve ein einheimischer Hof auf, der dich mit der besten Brotzeit deines Lebens versorgt. Kurz gesagt:

Im Ungeahnten liegt das Abenteuer. Wenn du flexibel bleibst, kommst du damit automatisch aus deiner Komfortzone heraus. In jedem Fall hast du nach deinem Urlaub einen spannenden Erlebnisbericht im Gepäck.

2. Der Gesundheitsfaktor macht dich fitter

Neben Schwimmen ist Radfahren eine der gesündesten und beliebtesten Sportarten der Welt. Du bist draußen, bewegst dich in der Natur, atmest frische Luft, dein Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, du baust Muskeln auf und schützt deine Gelenke. Spätestens, wenn du abends mit einem breiten Grinsen die Augen zumachst, wirst du feststellen, dass Radfahren auch Glückshormone freisetzt. Ein erholsamer, tiefer Schlaf ist ein zusätzliches Plus, das deine Gesundheit stärkt.

3. Der Umweltfaktor gibt dir ein gutes Gefühl

Mobilität ist ein bedeutendes Thema, wenn es um den Klimawandel geht. Entscheidest du dich für einen Urlaub mit dem Rad, liegst du total im Trend des nachhaltigen Reisens. Denn während Kreuzfahrtschiffe, Flugzeuge und Autos durch ihren Kraftstoffausstoß das Klima schädigen, trägst du zum Umweltschutz bei. Falls du nicht von zu Hause startest, eignet sich der Zug als bestes Verkehrsmittel für deine An- und Abreise.

4. Der Kostenfaktor schont deinen Geldbeutel

Vergleichst du einen Cluburlaub mit einer Trekkingtour, wird dein Geldbeutel kleine Freudensaltos springen. Urlaub mit dem Fahrrad ist eine der günstigsten Arten, Neues zu entdecken. Natürlich liegt es an dir, wie du deine Fahrrad-Trekkingtour gestaltest: Zelten und Care-Pakete sind günstige Alternativen zu Hotels und Restaurants und lassen deinen Urlaub zum Low-Budget-Abenteuer werden.

5. Die Flexibilität ermöglicht Touren in allen möglichen Gruppen

Singletour, Familien-Erlebnis oder sportliche Gruppen-Herausforderung – Fahrrad-Trekking ist ganz individuell erlebbar. Dabei hat Fahrrad-Trekking mit Kindern genauso seine Reize wie eine gebuchte Aktivtour mit anderen Sportskanonen.

6. Der Minimalismus entschleunigt dich

Weg vom Alltag, beschränkt auf wenige Utensilien und elementare Fragen: Wo schlafe ich heute? Was esse ich heute? Wo finde ich auf meinem Weg Toiletten? Eine häufige Erkenntnis: Um glücklich zu sein, brauchen wir nicht viel. Du wirst feststellen, mit wie wenig Kleidung und Habseligkeiten du auskommen kannst. Bei einer Trekkingtour besinnst du dich auf das Wesentliche.

Deine Trekking-Planung und das passende Fahrrad

Egal, von welchem Punkt der Erde du dein Fahrrad-Trekking-Abenteuer startest – eine gute Planung gibt dir Sicherheit. Klingt stressig? Keineswegs. Denn je intensiver du dich im Vorfeld mit deiner Expedition befasst, desto mehr Vorfreude wirst du entwickeln.

Vorfreude ist die schönste Freude. Mehr noch: Im Vergleich waren Probanden einer Studie glücklicher, wenn sie ihr Geld für Erlebnisse wie Reisen statt für Materielles ausgaben. Ihre Vorfreude fühlte sich einfach besser an.

Unsere Tipps für deine Planung, damit sich deine Vorfreude steigert:

  • Nimm dir eine Landkarte oder recherchiere über digitales Kartenmaterial wie Google Maps und überlege, welche Strecke du besonders spannend findest.
  • Welche Unterkünfte kommen preislich auf deiner Tour infrage? Campingplätze, Pensionen, Heuhotels?
  • Auf vielen Radreisen-Internetseiten findest du Packlisten, die dir helfen nichts zu vergessen. Vor allem ein Helm und ein Reparaturset gehören zu deinen Must-haves.
  • Stell dir Fragen: Wie lang sollen deine Tagesetappen sein? Wie fit bist du, damit du abends statt mit Muskelkater grinsend einschlafen kannst?
  • Gibt es unterwegs Sehenswürdigkeiten, Städte, Denkmäler, Nationalparks, die du besichtigen möchtest?

Apropos Fahrrad: Je nachdem, ob du eine gemütliche Radreise über befestigte Straßen planst oder lieber die Wald-und-Wiesen-Tour vorziehst: Dein Fahrrad ist das wichtigste Element! 95 Prozent aller Radreisenden ziehen ihr eigenes Fahrrad vor, lediglich fünf Prozent greifen auf Mieträder zurück. Wichtig ist, dass dein Bike verkehrssicher und robust ist. Trekking- oder Tourenräder eigenen sich sicherlich am besten.

Abenteuer pur – mal sehen, was der nächste Tag so bringt

Alternativ hast du die Möglichkeit, ganz bewusst ohne vorherige Streckenplanung zu starten und jeden Abend aufs Neue spontan eine neue Schlafmöglichkeit zu suchen. Zugegeben, diese Variante ist nichts für Planungsfans. Hier ist es entscheidend, dass du spontan und flexibel bist. Ein Badesee? Toll, vielleicht ist ein Campingplatz angeschlossen. Dann wäre die nächste Nacht gesichert. Wildcampen ist in Deutschland verboten, was deine Möglichkeiten mancherorts einschränken kann. Dennoch: Ungeplant aufs Rad zu steigen und jede neue Situation als Herausforderung zu betrachten, entführt dich am weitesten aus deinem Alltag – und dem alltäglichen Gedankenkarussell.

Probiere es aus! Starte am besten mit einem drei- bis viertägigen Kurzurlaub. So kannst du für dich herausfinden, ob du in Sachen Fahrrad-Trekking eher der Abenteuer- oder Sicherheitstyp bist. Steigern kannst du dich jederzeit. Geführte Alpenüberquerungen zählen für Trekkingfans zu den Highlights – und mit ein bisschen Übung und Erfahrung kannst du das auch als ambitionierter Hobby-Fahrer in Angriff nehmen. Egal, wo dich dein erster Fahrradurlaub hinführen wird – genieße die Natur, das Abenteuer und die Freiheit.

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