Warum Tun so viel besser ist als Nichtstun

Warum Tun so viel besser ist als Nichtstun

Und wie du motiviert bleibst, immer Neues auszuprobieren

Von ERDINGER Alkoholfrei
veröffentlicht: 07.06.2019

Aktiv sein lohnt sich. Immer. Warum? Weil es deinen Körper fit hält und ihn vor Zivilisationskrankheiten schützt. Aktiv sein bedeutet jedoch keineswegs körperliche Höchstanstrengung. Auch die Beweglichkeit im Kopf, die Lust, Neues zu entdecken, sich etwas vornehmen und es umsetzen – wirkt vitalisierend auf deinen Organismus. Wie Körper und Seele von deinem Tun profitieren, erfährst du hier.

Aktiv sein bedeutet auch eigene Entscheidungen zu treffen. Wer selbstbestimmt lebt, nimmt aktiver am Leben teil.

Warum ein aktives Leben gut für dich ist

Das ist schnell zusammengefasst: Es steigert deine Lebensqualität. Evolutionär gesehen war Inaktivität lebensbedrohlich. Unsere Vorfahren mussten beweglich sein, um ausreichend Nahrung zu erbeuten und sich vor Feinden zu schützen. Heute wird uns in der westlichen Welt vieles davon abgenommen. Dennoch fühlen wir uns oft wie in einer Tretmühle. Fremdbestimmt im Hamsterrad namens Alltag. Oder in der Gewohnheitsfalle. Auf Dauer trübt dieser Zustand unsere Stimmung. Zeit also, wieder was für dich zu tun. Am besten etwas, das dir Spaß macht. Denn dadurch wird deine Lebensfreude gepusht. Außerdem verstärkt sich nach jedem erreichten Ziel dein Selbstvertrauen, weil du die Erfahrung machst, dass du es kannst.

Sport vs. körperliche Aktivität

Körperliche Aktivität ist eine eigenerzeugte Bewegung, die Energie verbraucht. Hier ist nicht zwangsweise von sportlicher Leistung die Rede. Energie verbrauchst du auch im Alltag – bei einer Stadtbesichtigung, beim Renovieren, im Haushalt oder Garten.

Was in deinem Körper passiert, wenn du aktiv wirst

Nehmen wir das Beispiel eines Waldspaziergangs. Dieser wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf deinen Körper und auf dein Seelenleben aus. Dein Herz-Kreislauf-System kommt in Gang, dein Stoffwechsel wird angeregt und deine Durchblutung gefördert. Darüber hinaus wird dein Immunsystem gestärkt und Stresshormone werden abgebaut. Es ist mittlerweile unumstritten, dass körperliche Bewegung die Produktion von Glückshormonen ankurbelt und so bei Depressionen und Verstimmungen helfen kann.

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Henry Ford

Was Nichtstun mit dir und deinem Körper macht

Alltagsstress kennt wohl jeder. Der Tag ist bei vielen von uns von morgens bis abends durchgetaktet. Vielleicht stellst du dir jetzt die Frage, „Ich soll noch mehr machen, als eh schon auf meinem Plan steht?“ Der springende Punkt ist, dass unerledigte Dinge ein permanent schlechtes Gefühl erzeugen. Vielleicht kennst du Sätze wie „Ich wollte mit dem Schwimmen anfangen, endlich wieder ein Buch lesen, einen Spaziergang machen oder schon immer mal für einen kleinen Volkstriathlon trainieren Und schon sind wieder mehrere Wochen ins Land gezogen, ohne dass etwas passiert ist. Du machst dir Druck, führst innere Dialoge, verurteilst dich vielleicht, weil du dein Vorhaben von Woche zu Woche verschiebst.

Dabei reden wir hier nicht von großen Taten und Leistungsdruck. Es geht allein darum, Situationen aktiv zu gestalten. Einen Startpunkt zu setzen. Lebensgeister zu wecken. Dabei sollte der Spaß immer an erster Stelle stehen.

Ein einfaches Beispiel: Du hast dir schon Anfang des Jahres vorgenommen, wieder mit dem Laufen anzufangen. Aber weil deine Zeit eh schon knapp ist und die Motivation zwischen null und dem Minusbereich schwankt, wollte der Einstieg bis heute noch nicht richtig glücken. Die Folge: Du bist frustriert und schiebst dein Vorhaben vor dir her. Unser Tipp: Gründe eine Laufgruppe. Klingt nach noch mehr Arbeit und Zeiträuberei? Nur am Anfang. Sobald du einen Plan aufstellst, eine Annonce schaltest und sich die ersten Laufbuddys bei dir melden, wirst du so motiviert sein, dass das Laufen wie von alleine geht. Das meinen wir damit, wenn wir davon sprechen, „ins Tun“ zu kommen. Dabei geht es weniger um das Laufen, als vielmehr um das gute Gefühl, etwas in Gang gebracht zu haben.

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. Molière

Pausen sind gut – dauerhafter Stillstand nicht

Mit einer aktiven Lebensweise ist nicht gemeint, blinden Aktionismus an den Tag zu legen. Pausen und Zeiten, in denen wir die Füße hochlegen, gehören zum Leben dazu und sind wichtig, damit wir wieder Energie schöpfen. Gerade bei sportlichen Aktivitäten sind Regenerationsphasen unerlässlich. Wer jedoch mit einer generellen Trägheit zu kämpfen hat, wird enorm von neuen Impulsen und Reizen beflügelt. Es gilt nur den inneren Schweinehund zu besiegen. Das kennen wir alle: Nach einem langen faulen Wochenende auf dem Sofa ist der Körper energielos und der Kopf müde. Es braucht ein „So! Jetzt stehe ich auf und mache …“

Bleibe neugierig – mit diesen 4 Tipps

In jedem von uns schlummert ein kleiner Gewohnheitsmensch. Wir brauchen Sicherheiten und Routinen in unserem Leben, damit wir zur Ruhe kommen können. Die Liebe zu dem Vertrauten ist allerdings unterschiedlich ausgeprägt. Als Kinder waren wir alle neugierig. Wir haben einen angeborenen Wissensdurst. Dieser gilt als Motor für deine Motivation, Neues zu entdecken. Mit unseren vier Tipps, wie du dich wieder auf Neugierde programmieren kannst, steht dem nächsten Abenteuer nichts im Wege.

  • Frage dich, was dich aus innerem Antrieb reizt. Wolltest du schon immer einem Verein beitreten, in einem Chor singen, mit dem Schwimmen anfangen oder mal für einen kleinen Volkstriathlon trainieren? Setze dir eine Deadline, bis wann du den ersten Schritt gemacht haben willst, um dein Ziel zu erreichen.
  • Begib dich bewusst in neue Situationen. Mische dich unter fremde Menschen, öffne dich und probiere aus. Es muss ja nicht immer gleich ein Volltreffer sein. Manche Experimente entpuppen sich als Flop, andere wiederum werden dich positiv überraschen.
  • Eine gute Möglichkeit, um wieder Interesse an Neuem zu bekommen, ist, deine Zeit mit Kindern zu verbringen. Im Zusammensein mit ihnen sehen wir die Welt mit anderen Augen. Kinder entdecken Dinge, für die wir oftmals blind geworden sind, und fragen in einem gewissen Alter unentwegt „warum?“. Für die Antworten müssen wir selbst aktiv werden.
  • Ein Visionboard hilft dir, deine Pläne nicht aus den Augen zu verlieren. Das geht ganz einfach: Alles, was du gerne einmal machen möchtest, sammelst du auf einem DIN-A3-Blatt. Entweder zeichnest oder malst du deine Ideen, schneidest sie aus Magazinen aus oder schreibst sie auf. Wichtig ist, dass du dein Visionboard gut sichtbar in deiner Nähe aufhängst.

Die 72-Stunden-Regel

Alles, was du nicht in den nächsten 72 Stunden nach deinem ersten Impuls anfängst, versickert. Die Wahrscheinlichkeit, dass du deine Idee nach den 72 Stunden umsetzt, liegt bei ca. 1 %.

Fazit: Tun ist immer besser als Nichtstun. Wie bei allen Lebenssituationen ist das Maß der Dinge wichtig. Wer zu viel macht, wird genau so schnell müde wie jemand, der nichts macht. Aber mit ein wenig Mut und inspirierender Energie, lassen sich Gewohnheiten durchbrechen – das schafft Platz für Neues.

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